Wie Du mit dem Optimieren älterer Artikel erneut Aufmerksamkeit erzielst

Als Betreiber eines Blogs oder einer Webseite wirst Du garantiert bereits eine Vielzahl von Artikeln zu unterschiedlichen Themen veröffentlicht haben. Über die Jahre sind viele Deiner relevanten Inhalte jedoch nicht mehr auf einem aktuellen Stand und sollten nicht nur inhaltlich überarbeitet, sondern auch optimiert werden.

Im folgenden Artikel gehen wir der Frage nach, warum Du das Potenzial älterer Artikel nutzen solltest und wie Du diese optimieren und neu veröffentlichen kannst.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Warum sollte man ältere Artikel optimieren?
  • Welche Artikel kommen für eine Optimierung in Frage?
  • Maßnahmen für die Optimierung älterer Artikel

Warum sollte man ältere Artikel optimieren?

Viele Informationen benötigen ein regelmäßiges Update, da es meist neue Erkenntnisse zu einer Thematik oder auch neue technische Möglichkeiten und daraus resultierende Betrachtungsweisen gibt. Für Betreiber einer Affiliate-Webseite ist es neben einer Aktualisierung des Inhaltes an sich auch wichtig, die neuesten Produkte bzw. Nachfolgemodelle zu bewerben und hierzu aktuelle Partnerlinks in die eigene Webseite zu integrieren.

Gerade ältere Beiträge die innerhalb der eigenen Webseite nicht gut auffindbar sind, werden oft vernachlässigt. Dies kann sich über die Zeit aufgrund des veralteten Inhaltes und nicht länger verfügbarer Produkte negativ auf die Seitenzugriffe und auch auf die Conversion auswirken.

Auch Nutzer von Suchmaschinen bevorzugen aktuelle Inhalte und klicken seltener auf ein Suchergebnis, dessen Rich Snippet (Vorschau auf das Suchergebnis) ein Veröffentlichungsdatum anzeigt, welches bereits viele Jahre zurückliegt, als auf einen Artikel, der innerhalb der letzten 2 Jahre erstellt bzw. aktualisiert wurde. Darüber hinaus lernt man beim Verfassen von neuen Inhalten nie aus und ältere Beiträge sind daher zumeist auch stilistisch noch auf einem ganz anderen Niveau als die aktuellen.

Abgesehen davon, dass die Optimierung eines bereits bestehenden Artikels auch zeitlich schneller durchzuführen ist als das Erstellen eines neuen Artikels, gibt es auch aus SEO-Sicht weitere Vorteile, welche die Optimierung eines älteren Artikels rechtfertigen: Gerade hier bedeuten optimierte und überarbeitete Inhalte ein höheres Maß an Aktualität für den Kunden der Suchmaschine und zeigen dem Crawler der Suchmaschine zusätzlich, dass der Inhalt Deines Artikels auf dem neusten Stand ist. Somit kannst Du auch weiterhin mit einer guten Platzierung in den Suchergebnissen rechnen.

Im Gegensatz zu einer Optimierung eines bereits bestehenden Artikels, birgt die Veröffentlichung eines weiteren Posts zur gleichen Thematik auch die Gefahr von Duplicate Content, welcher sich wiederum negativ auf die Platzierung Deiner Suchergebnisse auswirken kann.

Welche Artikel kommen für eine Optimierung in Frage?

Grundsätzlich ist eine Aktualisierung und Neuveröffentlichung sinnvoll, um neue Leser zu finden und die Seitenzugriffe zu erhöhen. Die Optimierung eines Artikels ist zwar, wie bereits erwähnt schneller erledigt als einen neuen Artikel zu verfassen, jedoch summiert sich dieser Zeitaufwand recht schnell, wenn Du bereits ein Großes Artikel-Archiv Dein Eigen nennst. Darüber hinaus lohnt sich der Zeitinvest in einigen Fällen nicht. Die Frage ist daher, für welche Artikel sich eine Überarbeitung überhaupt lohnt. Nachfolgende Kriterien bieten sich für eine Untersuchung Deiner Inhalte an:

Unter dem Gesichtspunkt des Rankingpotenzials eines Posts, bietet es sich an, Inhalte auf Deiner Webseite zu optimieren, die in den Suchergebnissen knapp außerhalb der Top 10 liegen. Hier machen sich einige Plätze nach oben sehr schnell durch einen wesentlich höheren Seitenzugriff bemerkbar. Mit Hilfe eines SEO-Tools solltest Du Dir alle Platzierungen zwischen der Top 10 bis 20 einmal genauer ansehen und relevante SEO Maßnahmen umsetzen.

1) Ranking Potenzial

Unter dem Gesichtspunkt des Rankingpotenzials eines Posts, bietet es sich an, Inhalte auf Deiner Webseite zu optimieren, die in den Suchergebnissen knapp außerhalb der Top 10 liegen. Hier machen sich einige Plätze nach oben sehr schnell durch einen wesentlich höheren Seitenzugriff bemerkbar. Mit Hilfe eines SEO-Tools solltest Du Dir alle Platzierungen zwischen der Top 10 bis 20 einmal genauer ansehen und geeignete SEO Maßnahmen ergreifen.

2) Themen Relevanz

Einige Themen sind zeitlos und auch nach Jahren von allgemeinem Interesse. Zeitliche Trends hingegen sind irgendwann vergessen. Wenn ein Artikel also grundsätzlich von der Thematik her nicht mehr in Frage kommt und auch keinen Traffic in Form von Seitenzugriffen erhält, lohnt sich hier eine Überarbeitung nicht.
Zeitlose Themen, die auch heutzutage noch von Interesse sind, können hingegen generell als optimierungsfähig angesehen werden.

3) Finanzielles Potenzial

Als Betreiber einer Affiliate Webseite sollte Dein Fokus auch auf dem finanziellen Potenzial Deiner Inhalte liegen. Hier solltest Du jene Artikel aktualisieren bzw. optimieren, die sich für eine Monetarisierung eignen. Achte besonders auf die Produkte welche Du bewirbst. Sind Deine Partnerlinks aktuell und ist das von Dir beworbene Produkt auch noch verfügbar? Gibt es technische Neuerungen, welche Du mit in Deinen Content aufnehmen solltest?

4) Beliebteste Artikel

Dazu schaust Du Dir die eigenen Website-Statistiken an und findest die beliebtesten Artikel (mit den meisten Seitenaufrufen) heraus. Kannst Du hier etwas optimieren, ergänzen und im Anschluss neu veröffentlichen?

5) Ältere gute, aber nicht oft besuchte Artikel

Im Gegensatz zu den beliebtesten Artikeln gibt es meist auch inhaltlich gute, aber wenig besuchte Artikel. Diese solltest Du optimieren, indem Du diese Artikel inhaltlich auf einen aktuellen Stand bringst und eine bessere interne Verlinkung solcher Artikel in Betracht ziehst. Zudem solltest Du solche Artikel nach einer erneuten Veröffentlichung immer mal wieder in den sozialen Netzwerken teilen, um die Aufmerksamkeit weiter zu steigern.

Maßnahmen für die Optimierung älterer Artikel

Unter Zuhilfenahme der zuvor genannten Punkte, führst Du jetzt eine Analyse Deines Contents durch und kopierst am besten direkt die entsprechende URL der in Frage kommenden Artikel in eine Liste. Das erleichtert Dir im Anschluss die Bearbeitung der entsprechenden Artikel. Es bietet sich zudem an, dass Du Dir für jeden Artikel entsprechende Notizen machst und festhältst, was genau und wie optimiert werden muss. Lies hierzu den zu optimierenden Artikel aufmerksam durch und stelle Dir dabei folgende Fragen:

  • Wie wirkt der Artikel inhaltlich auf mich und was kann ich besser machen?
  • Welche Informationen haben sich geändert, bzw. welche neuen Informationen kann ich einbringen, bzw. um welche Themenbereiche lässt sich der entsprechende Artikel erweitern?
  • Wie wird das Thema von meiner Konkurrenz behandelt?

Kommen wir nun zum praktischen Teil, nämlich der Optimierung Deiner Artikel. Folgende Punkte solltest Du hierbei beachten:

1) Bestehende Inhalte ergänzen und aktualisieren

Hier werden bestehende Inhalte durch aktuelle Informationen aktualisiert. Dies kann auch beinhalten, dass Du überprüfst, ob Deine externen Links noch funktionieren und Deine Partnerlinks auch auf ein aktuelles Produkt verlinken, dessen neue Funktionen natürlich auch inhaltlich erfasst werden sollten.

Stark veraltete Passagen können auch – wenn nötig – gekürzt oder nicht mehr existierende Produkte gelöscht werden. Letzteres sollte jedoch immer mit Vorsicht geschehen und im Zweifelsfall lieber stehen bleiben. Überprüfe in diesem Zusammenhang auch Deine Rechtschreibung, Grammatik und Deinen Schreibstil. Auch hier wirst Du merken, dass Du einige Fortschritte nach vorne gemacht hast und Du heutzutage das ein oder andere ganz anders schreiben würdest.

2) Interne und Externe Links

Auch Deine interne und externe Verlinkung kann gegebenenfalls weiter ausgebaut bzw. überprüft werden. Da Du jetzt auf neuere Artikel zugreifen kannst, die es bei der Erstellung des zu aktualisierenden Inhaltes noch nicht gab, bietet es sich an, hier thematisch passende Artikel untereinander zu verlinken.

Somit gibst Du Deinen Lesern weiterführende Informationen an die Hand und sorgst ganz nebenbei für eine längere Verweildauer des ein oder anderen Nutzers auf Deiner Webseite. Auch der Aufbau von Backlinks sollte nicht unterschätzt werden, da Backlinks einen wichtigen Rankingfaktor für Google darstellen. Wie man den Aufbau von Backlinks genau angeht, erfährst Du in diesem Artikel.

3) Meta Title & Meta Description optimieren

Für jede Seite und jeden Artikel solltest Du eine aussagekräftige Meta Title und eine Meta Description definieren. Der optimale Title eines Artikels besteht aus nicht mehr als maximal 70 Zeichen (ohne Leerzeichen). Längere Title werden automatisch von der Suchmaschine gekürzt. Auch die Meta-Description sollte bei älteren Artikeln überprüft werden, da diese aktuell nicht länger als 160 Zeichen (inkl. Leerzeichen) betragen darf.

Wenn noch nicht geschehen, kannst Du hierzu innerhalb von WordPress diverse Plug-ins nutzen, um die Meta Informationen für jede einzelne Unterseite individuell festzulegen. Nutze hierzu zum Beispiel WP Meta SEO oder Yoast SEO. Diese Plug-ins zeigen Dir außerdem, wie Dein Artikel oder Deine Seite in den Google Suchergebnissen dargestellt wird.

4) Lesbarkeit und Struktur Deiner Inhalte

Gerade wenn Du neue Inhalte zu einem bestehenden Artikel hinzufügst, ist es wichtig die Struktur im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu optimieren. Auflistungen, kürzere Absätze und Zwischenüberschriften sorgen für die nötige Übersicht und für eine bessere Lesbarkeit für Deine Besucher.

5) Hinzufügen von neuen Medien

Sind Deine Artikelbilder noch zeitgemäß oder kannst Du auch ein Video einbinden? Mit solchen Maßnahmen erhöhst Du die Wahrscheinlichkeit von erneuten Zugriffen auf Deinen Artikel, und auch aus SEO Sicht sind neue Medien Updates als positiv zu bewerten.

Fazit

Durch das Optimieren und erneute veröffentlichen älterer Beiträge hebst Du ältere, und oft schon in Vergessenheit geratene Beiträge auf ein neues, aktuelles Level. Am besten für eine Optimierung geeignet sind hierbei zeitlose Themen, welche auch heute noch in den Suchmaschinen nachgefragt werden. Gerade größere und ältere Webseiten verfügen über ein großes Artikel-Archiv und können daher auf den ein oder anderen Artikel zurückgreifen, der durch eine entsprechende Optimierung auch die Klickzahlen der Webseite wieder positiv beeinflussen kann.

Da sich der Zeitinvest für die Optimierung einiger Artikel jedoch nicht lohnt, solltest Du zunächst die weiter oben beschriebenen Kriterien für eine Analyse Deiner Inhalte zu Rate ziehen, bevor Du im Anschluss mit einer Optimierung einzelner Artikel beginnst. Nicht nur der Inhalt spielt hierbei eine Rolle, sondern auch SEO und Backlinks gehören bei einer Optimierung mit dazu.

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