Was du als Blogger über SEO wissen musst

Es gibt SEO-Guides wie Sand am Meer. Und hier kommt der nächste.

Du fragst dich warum?

Weil du besonders als angehender Blogger SEO verstehen musst.

Dieser Guide ist also für dich.

In diesem Guide lernst du das hier:

  1. Was ist SEO?
  2. Wie arbeiten Suchmaschinen?
  3. Was ist On-Page SEO?
  4. Was ist Off-Page SEO?
Johannes Bluth
Johannes Bluth
Zuletzt aktualisiert Oktober 29, 202022 Min. Lesezeit
Was du als Blogger über SEO wissen musst

Na dann, lass uns loslegen!

Kennst du diesen berühmten Witz über SEO?

Du siehst ein Meme aus dem Film Pulp Fiction. John Travolta und Samuel L. Jackson sind zu sehen und du siehst den englischen Text "The best place to hide a dead body is page two of the Google search results". In diesem Post erklären wir dir alles Grundlegende über SEO, damit dein Blog von Suchmaschinen gefunden wird.

Verstehst du jetzt, warum SEO so wichtig ist?

Vielleicht schreibst du wie ein Nobelpreisträger.

Oder weißt, wie man ein Avantgarde-Design entwirft.

Aber wenn dein Blog nicht SEO-optimiert ist, dann wird dich niemand finden…

Auch nicht John Travolta und Samuel L. Jackson.

Jetzt fragst du dich bestimmt: “Was genau ist denn nun dieses SEO”?

Keine Sorge: Einfach weiterlesen. Wir erklären es dir.

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Was bedeutet SEO?

Heutzutage kommen die meisten Website-Besucher von Suchmaschinen wie Google oder Bing. Denk mal darüber nach, wie oft du Google benutzt…

Ein Meme aus der Sitcom "Der Prince von Bel-Air" mit Will Smith. In großen Buchstaben liest du "SEO? Where do I even start?" In diesem Kapitel wirst du herausfinden, was SEO bedeutet und wie es Suchergebnisse beeinflusst.

SEO = Search Engine Optimization

Auf Deutsch sagen wir auch Suchmaschinenoptimierung.

Jede Sekunde wird 85,000 Mal bei Google etwas gesucht.

Bei SEO geht es also darum, dass deine Website so weit vorne wie möglich in der organischen Suche von Google erscheint

Eigentlich klar: deine User sollen genau DICH finden, wenn sie nach etwas suchen.

Es gibt so viele Wege, wie du dorthin kommst. In diesem Guide geht es aber um alles, was für dich als Blogger besonders relevant ist.

Erstmal musst du aber verstehen, wie eine Suchmaschine funktioniert. Es wird also etwas technischer. Wenn wir das geschafft haben, folgen 13 praktische Tipps, wie du die SEO-Performance deines Blogs konkret verbessern kannst.

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Was ist eine Suchmaschine?

Google sucht nicht einfach im Internet nach deiner Seite. Genauso wenig wie ein Arbeitgeber bei dir klingeln würde, um zu schauen, ob du vielleicht der Richtige bist.

Mit anderen Worten: Du musst dich erst beweisen.

Deine Aufgabe als Blogger ist folgende: Strukturiere deine Website und deinen Content so, dass es so leicht wie möglich für Suchmaschinen ist, diese zu finden und in den Suchergebnissen zu ranken.

Aber wie arbeitet einen Suchmaschine genau? Und wie genau findet sie dich?

Um das besser zu verstehen, schauen wir uns dieses kurze Video an.

Interessant, oder?

Diese drei Schritte solltest du kennen:

  • Crawling – Wie findet eine Suchmaschine die einzelnen Seiten einer Website?
  • Indexing – Wie entscheidet die Suchmaschine, welche Seiten sie in ihren Index aufnimmt?
  • Ranking – Wie entscheidet der Algorithmus der Suchmaschine, welche Seiten zu welchen Suchbegriffen (Keywords) angezeigt werden?

Achtung: Nicht alle Suchmaschinen arbeiten gleich. In diesem Artikel sprechen wir über Google, weil es am häufigsten benutzt wird.

Jetzt werden wir dir diese drei Schritte genau erklären.

Was ist Crawling?

Der Crawler einer Suchmaschine durchsucht das Netz permanent nach neuen oder aktualisierten Seiten. Das nennt man Crawling.

Nur weil du etwas online stellst, bedeutet es nicht, dass Google sofort davon weiß.

Es gibt allerdings drei simple Wege, wie du dem Crawler die Arbeit erleichtern kannst.

  • Interne Verlinkungen –– Benutze interne Verlinken, wo diese Sinn ergeben. So kann der Crawler die Seiten deines Blogs einfacher finden.
  • Externe Verlinkungen –– Wenn andere Website zu deiner verlinken, wird es ebenso leichter für Crawler, dich zu finden.
  • Niedrige Klick-Level –– Jede einzelne Seite deines Blogs sollte in 1-3 Klicks von deiner Homepage erreichbar sein. Sonst wird deine Seitenarchitektur zu kompliziert und Crawler haben es schwer.

Jetzt hat Google im Idealfall deinen Blog gefunden. Zeit, dass wir uns mit der Indexierung befassen.

Was ist Indexierung?

Ein Suchmaschinenindex speichert alle relevanten Daten und den Content, den der Algorithmus der Suchmaschine findet. Der Google-Index ist also nichts anderes als eine riesige Datenbank.

Wenn deine Seite indexierbar ist, kann sie in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden.

Dazu braucht sie zunächst den Status Code 200 im HTTP. Glückerweise ist dieser standardmäßig eingestellt. Er zeigt der Suchmaschine an, dass deine Seite valide ist und indexiert werden soll.

Danach sendest du deine Seite an den Google-Index. Das geht am einfachsten mit dem URL inspection tool in der Google Search Console.

Wenn deine URL noch nicht indexiert ist, siehst du zunächst das hier:

Dieser Screenshot zeigt, was die Google Search Console anzeigt, wenn deine URL noch nicht indexiert ist. Jetzt wirst du lernen, wie du sie an den Google-Index sendest und darum bittest, dass sie aufgenommen wir

Jetzt drückst du auf “REQUEST INDEXING”, um deine Seite an Google zu senden.

Meistens ist dieser Weg viel schneller, als darauf zu warten, dass Google deine Seite selbst indexiert.

Du kannst später nochmal in die Search Console schauen und prüfen, ob es deine URL auf Google geschafft hat.

Dieser Screenshot zeigt, ob eine URL in den Google-Index aufgenommen wurde und ob sie in den Google-Suchergebnissen angezeigt wird. Das nun folgende Kapitel widmet sich dem Gegenteil - der De-Indexierung.

Was ist De-Indexierung?

Nicht alle Seiten deines Blogs sind für Suchmaschinen relevant. Du kannst Google daher auch signalisieren, dass bestimmte Seiten nicht angezeigt werden sollen. Das nennt man De-Indexierung.

Es gibt drei Wege, wie man valide Seiten von der Indexierung ausschließen kann.

  • Canonical –– Du kannst einen sogenannten canonical tag auf der Seite vergeben, die du von der Indexierung ausschließen möchtest. Über den Canonical kannst du eine andere Seite deiner Domain auswählen, die stattdessen in den Suchergebnissen angezeigt werden soll.
Dieser Screenshot zeigt, wie ein canonical tag auf einer Seite aussieht, die nicht indexiert werden soll. Du kannst eine andere Seite deiner Domain auswählen, die stattdessen angezeigt werden soll.)
  • Mit robots.txt blockieren –– Diese Methode kannst du benutzen, wenn du mehrere URLs mit demselben Muser (z. B. bestimmten Parametern oder Directories) blockieren möchtest.
  • Noindex – Du kannst einer URL in den meta robots den Tag ‘noindex’ zuweisen. Im Ressourcen Center haben wir beispielsweise die Tipps & Tricks de-indexiert, weil diese nur für eine bestimmte Zielgruppe innerhalb bestimmter Marketing-Kampagnen gedacht sind. Es gibt also keinen Grund, warum diese in der organischen Google-Suche erscheinen sollten.
Ein Screenshot, der zeigt wie meine URL in der meta robots mit dem Befehl 'noindex' taggt.

Alle Seiten, die nicht kanonisiert, mit der robots.txt blockiert oder manuell auf ‘noindex’ gesetzt wurden, sind für Google potentiell indexierbar.

Der Google Search Console Coverage Report

Manchmal gibt es für Google auch andere Gründe, warum eine Seite nicht indexiert wird. In diesem Fall solltest du in den Coverage Report der Google Search Console schauen, um herauszufinden, warum deine Seite von der Suche ausgeschlossen wurde.

Dieser Screenshot aus dem Google Search Console Coverage Report zeigt dir, wie es aussieht, wenn deine Seite nicht indexiert wurde. Es ist gut, diesen Report ab und zu anzuschauen, falls einzelne Seiten deines Blogs von der Suche ausgeschlossen wurden.

Deine Seite wurde nun also gecrawlt und indexiert. Super!

Jetzt ist es an der Zeit, dass sie bei Google auch in den Suchergebnissen auftaucht.

Was ist Ranking?

Stellt dir vor, du schreibst einen Blogpost darüber, welche Kaffeemühlen am besten für Espresso geeignet ist. Google wird deinen Artikel finden und diesen im Verhältnis zu bereits existierendem Kaffemühlen-Espresso-Content bewerten und schließlich ranken.

Du siehst eine Suchergebnisseite von Google. Das Google-Ranking zu verbessern, kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Das Ranking ist zu verbessern ist die Königsdisziplin im SEO. Aber es ist auch eine Aufgabe, die nicht zu 100% unter deiner Kontrolle ist.

Du kannst die besten SEO-Techniken anwenden und trotzdem schlecht ranken. Zum Beispiel, wenn dein Content einfach nicht interessant ist.

Um besser zu verstehen, wie Google die Suchergebnisse rankt, solltest du dir folgendes Video anschauen:

Über Google Core Updates

Was heute funktioniert, kann morgen veraltet sein. Diese Grundregel gilt, weil Google seinen Ranking-Algorithmus konstant aktualisiert, um die Sucherfahrung seiner User zu verbessern.

Deshalb kann es passieren, dass deine Rankings steigen oder fallen, ohne dass du deine Seite selbst verändert hast.

Es gab in der Vergangenheit immer wieder wichtige Google Core Updates, z. B. das Panda- und das Penguin-Update. Eine Liste aller größeren Updates findest du hier.

Was wir aber wissen, ist folgendes: Du kannst deine Ranking-Chancen verbessern.

Alles dreht sich darum, dass die Suchmaschine inhaltlich versteht, worum es bei deinen Artikeln und deiner Seite insgesamt geht.

Dieset Prozess hat zwei Teile: On-Page und Off-Page SEO.

On-Page vs. Off-Page SEO

On-Page SEO = Die Optimierung einzelner Posts und Seiten

Off-Page SEO = Der Linkaufbau von anderen Domains zu deiner eigenen, sogenannte Backlinks

Off-Page SEO ist der schwierigere Teil, denn hier geht es um darum, dir einen eigenen Ruf aufzubauen und deine domain authority zu stärken.

Domain authority = Die Relevanz deiner Seite für ein bestimmtes Thema, so wie es von Suchmaschinen erfasst wird.

Besonders wenn du gerade erst mit dem Bloggen beginnst, solltest du mit einer gut gebauten und strukturierten Seite starten!

Na dann, werfen wir einen genaueren Blick auf On-Page SEO.

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On-Page SEO für Blogger in 8 Schritten

Zuallerst solltest du dir über deine Keywords Gedanken machen.

1. Benutze Keywords im Title Tag und der H1

Als Faustregel gilt: der Title Tag, die H1, and die URL sollten dein primäres Keyword beinhalten.

Sekundäre Keywords kannst du dann für die Meta Description, Zwischenüberschriften und im Content verwenden.

Wie finde ich die richtigen Keywords für meine Zielgruppe?

Für bereits existierenden Content empfehlen wir dir, in der Google Search Console nachzuschauen, zu welchen Keywords du bereits rankst.

Google Search Console > Performance > Queries (Benutze Page filter für bestimmte Seiten).

Wenn du Keywords für neuen Content recherchieren willst, hast du mehrere Möglichkeiten.

Google Suggest

Einfacher geht’s nicht: Gib ein bestimmtes Keyword bei Google ein und du siehst passende Vorschläge.

Wir sehen den Screenshot einer Google-Suchanfrage. Wenn du einen bestimmt Suchbegriff eingibst, macht Google dazu passende Suchvorschläge.

Verwandte Suchbegriffe

Nach deiner Suche zeigt dir der Google-Algorithmus auch verwandte Suchbegriffe an.

Du siehst das Ende einer Google-Suchergebnisseite. Google zeigt dir bei deiner Suche hier verwandte Suchbegriffe an.

Ähnliche Fragen

Dieser Bereich der Google-Ergebnisseiten zeigt dir bestimmte Fragen, nach denen oft gesucht wird. Diese bieten sich als Keywords besonders bei Zwischenüberschriften in deinem Content an.

(Alt-tag: Du siehst einen Screenshot einer Google-Suchergebnisseite mit der Sektion 'Ähnliche Fragen' im Fokus. Diese Vorschläge solltest du in deinen Content einbauen, zum Beispiel als Zwischenüberschriften.)

Keyword Tools

Es gibt viele Keyword Tools, mit denen du sehr komfortabel arbeiten kannst. Die meisten davon sind allerdings kostenpflichtig und daher für dich als Blogger vermutlich keine Option.

Eine kostenlose Software ist Keyword Tool. Damit kannst du ganz einfach die Beliebtheit bestimmter Keywords herausfinden.

Ein Screenshot, der die Features von Keyword Tool zeigt.

Ahrefs ist kostenpflichtig, aber es gibt eine 7-Tage-Testversion für nur 7 Dollar. Der Keyword Explorer ist definitiv eines der besten Tools, die du finden kannst.

Auf diesem Screenshot siehst du die Features des SEO-Tools Ahrefs. Dieses kostenpflichtige Tool liefert dir wertvolle Daten über Keyword Difficulty, Suchvolumen, Klicks usw.

In jedem Fall solltest du sichergehen, Short-Tail-Keywords und Long-Tail-Keywords nuanciert zu verwenden.

Du verstehst du nur Bahnhof? Hier kommt die Erklärung.

  • Short-tail keywords – sind kurz, allgemein gehalten, verfügen über ein hohes Suchvolumen, niedrigere Klick- und Conversion Rates, viel Konkurrenz
  • Long-tail keywords – sind lang, spezifisch, haben ein niedrigeres Suchvolumen, höhere Klick- und Conversion Rates, wenig Konkurrenz

2. Vereinfache deine Navigation

Eine klare Navigation deines Blogs erleichtert es Suchmaschinen, die Informationen richtig zu interpretieren.

Wenn du viele Artikel auf deiner Website hast, solltest du Kategorien und Tags vergeben, um deinen Content zu strukturieren.

Diese zwei Features sind ebenfalls hilfreich

  • Breadcrumb Navigation –– Breadcrumbs helfen Suchmaschinen dabei, die Beziehungen zwischen einzelnen Unterseiten zu verstehen. Denn sie zeigen dir stets den kompletten Pfad von der Homepage bis zum jeweiligen Post. Wenn dein Website-Theme keine Breadcrumb-Navigation anbietet, kannst du Plugins benutzen, z. B. Yoast SEO oder Breadcrumb NavXT.
  • Table of Contents –– Für längere Artikel solltest du ein Table of Contents (Inhaltsverzeichnis) erstellen, damit deine User den Überblick nicht verlieren. Auch dafür gibt es Plugins wie Table of Content Plus oder Easy Table of Contents.

3. Benutze kurze URLs

Wie erwähnt sollte das primäre Keyword deines Blog Posts immer in der URL enthalten sein.

Abgesehen davon solltest du die Dinge einfach und kurz halten:

👍

https://kaffeeblog.de/beste-muehlen-espresso

👎

https://kaffeeblog.de/2020/post/was-sind-die-besten-kaffeemuehlen-fuer-espresso

Nicht vergessen: URLs werden auch in den Suchergebnisseiten angezeigt, damit Suchmaschinen und User verstehen, was sie auf deiner Seite erwartet.

Gut zu wissen: Du solltest immer deine URL definieren, bevor sie live geht. Diese im Nachhinein zu ändern, ist nicht empfehlenswert, da der Crawler sie bereits indexiert hat und es dann zu Fehlern kommen kann.

4. Benutze Überschriften und Zwischenüberschriften

Du solltest immer Überschriften benutzen, um deinen Artikeln und Seiten eine solide Struktur zu geben.

Zumindest H1, H2 & H3 sollte dein Content beinhalten.

  • H1 –– nur einmal zu Beginn verwenden
  • H2 –– vergleichbar mit Kapiteln eines Buches
  • H3 –– nur nach H2-Überschriften benutzen

So hilfst du Suchmaschinen dabei, deinen Seitenstruktur zu verstehen.

Vermeide es in jedem Fall Überschriften für Seitenelemente zu benutzen. Also keine H-Überschriften à la “Sidebar” oder “Footer”. Überschriften sollten immer mit dem eigentlichen Content deiner Seite zu tun haben.

5. Benutze Multimedia

Es gibt so viele Multimedia-Formate, die deinem Content Leben einhauchen können. Nutze sie!

  • Fotos
  • Screenshots
  • Videos
  • Infografiken
  • Statistiken
  • Illustrationen
  • GIFs

Multimedia-Content sorgt dafür, dass User länger auf deiner Seite bleiben.

Wenn du Multimedia-Content zu deinen Artikeln hinzufügst, solltest du auf folgendes achten.

  1. Der Dateiname sollte das passende Keyword enthalten
  2. Der Title sollte das passende Keyword enthalten
  3. Der ‘Alt tag’ im HTML bei Bildern sollte das passende Keyword enthalten

Suchmaschinen können nämlich – anders als Menschen – Bilder nicht intuitiv erfassen. Sie brauchen dafür zusätzliche Informationen. Indem ein Crawler Title und ‘Alt tag’ eines Bildes ausliest, kann er einen Überblick bekommen, worum es bei deinem Multimedia-Content geht.

Auch für sehbeeinträchtigte Menschen ist der ‘Alt tag’ wichtig. Sie können diesen mit sogenannten Screen Readern auslesen und verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist.

Am Ende ist es also für die Usability und für SEO wichtig, dass deine Bilder einen aussagekräftigen Title und ‘Alt tag’ haben.

6. Verbessere deinen Site Speed

Suchmaschinen achten immer mehr auf Seitengeschwindigkeit. Aus dem einfachen Grund, dass die User Experience viel besser ist, je schneller deine Seite lädt.

Die Geschwindigkeit deiner Seite hängt hauptsächlich vom Web Hosting Service, deinem Theme und Bildgrößen ab.

Tools wie Google PageSpeed Insights oder WebPageTest können die Geschwindkeit deiner Seite überprüfen.

Du siehst einen Screenshot eines Tools, das die Seitengeschwindigkeit mit einem Score von 0 bis 100 analysiert.

Vor allem durch Caching kannst du deine Ladezeiten verkürzen. So werden deine Daten und Bilder effizienter zwischengespeichert, was deine Seite insgesamt schneller macht.

Für WordPress gibt es einige Plug-ins, mit denen du Caching einbinden kannst, etwa WP Super Cache, W3 Total Cache oder WP Rocket.

7. Ergänze interne und externe Links

Wie schon erwähnt sind intelligente interne und externe Links das Salz in der SEO-Suppe. 🧂

Sie helfen Suchmaschinen dabei, zu verstehen

  • welche Seiten deines Blogs am wichtigsten sind
  • und wie diese miteinander verbunden sind.

Stelle also sicher, dass deine wichtigsten Seiten viele interne Links erhalten. Aber übertreib’s auch nicht! Sinnlose Verlinkungen sind schlecht für SEO und für deine User.

Ein gutes Beispiel, wie interne Verlinkungen eingesetzt werden können, ist Wikipedia.

Auf diesem Screenshot siehst du die Wikipedia-Startseite mit einer Vielzahl an internen Links.

Dein eigener Blog ist sicherlich nicht so komplex wie Wikipedia, aber du verstehst, worauf wir hinauswollen.

Warum externe Verlinkungen ebenso gut für SEO sind

Viele Blogger sind zögerlich, wenn es um externe Verlinkungen geht.

Eigentlich gibt es aber keinen Grund dafür.

User von deiner Seite wegzuschicken fühlt sich vielleicht intuitiv falsch an. Näher betrachtet ist es aber sinnvoll, da du die Weisheit ja auch nicht mit Löffeln gefressen hast.

Wichtig ist nur, dass sich alles schön natürlich anfühlt. Wenn du über Kaffeemühlen schreibst und externe Verlinkungen zu einem Kaffeetassenhersteller setzt, ergibt sich schon, warum du das tust.

Faustregel –– Jeder deiner Artikel sollte mindestens einen externen Link mit passendem Ankertext beinhalten.

Dieses kurze Video gibt nur noch mehr Tipps, wie du externe Verlinkungen genau einsetzt und wie diese die Sichtbarkeit deiner Website erhöhen können.

Wenn du externe Verlinkungen setzt, sollten diese immer in einem neuen Tab im Browser geöffnet werden. So kann sich dein User einfach wieder auf deine Seite zurückklicken.

8. Achte auf Meta Tags

Durch Meta Tags wissen Suchmaschinen und User, worum es in deinem Content geht.

Sie befinden sich im Head-Element des HTML-Codes.

Viele Content Management Systeme (CMS) haben eigene Felder, in denen du die Meta Tags festlegen kannst. Auch Plugins wie Yoast oder WP Meta SEO eignen sich dafür.

Jeder deiner Blogposts sollte auf jeden Fall folgendes enthalten

  • Meta Title
  • Meta Description

Sie beeinflussen nämlich bzw. legen fest, wie dein Snippet in den Google-Suchergebnissen aussieht.

Dieser Screenshot zeigt, wie Meta Title und Meta Description in Google dargestellt werden.

Der Meta Title erscheint als blaue Überschrift. Er sollte maximal 60 Zeichen lang sein. Längere Titel werden meist abgeschnitten oder von Google ersetzt.

Dieser Screenshot zeigt den Meta Title, wie er auf der Google-Suchergebnisseite angezeigt wird.

Der Meta Title ist ein sehr wichtiger Ranking-Faktor. Achte darauf, dass er dein primäres Keyword enthält.

Die Meta Description wird gleich darunter angezeigt.

Dieser Screenshot zeigt das Beispiel einer Meta Description, wie sie auf einer Google-Suchergebnisseite angezeigt wird.

Die Meta Description sollte maximal 160 Zeichen lang sein. Selbst geschriebene Meta Descriptions werden häufig von Google abgeschnitten oder gleich ganz ersetzt. Da steckt man einfach nicht drin.

Wenn Google entscheidet, dass bestimmte Teile deines Content relevanter sind als deine Description, dann werden diese einfach angezeigt.

Die Meta Description ist übrigens kein Ranking-Faktor. Aber sie sollte gut geschrieben sein und deine potentiellen User dazu motivieren, auf dein Suchergebnis zu klicken.

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Off-Page SEO – Wie du Backlinks aufbaust

Die meisten SEO-Kenner würden dir sagen, dass Off-Page SEO eine echte Herausforderung ist.

Warum?

Weil es um Vertrauen geht. Und Vertrauen muss man sich mit der Zeit erst verdienen.

Wenn ein Link von einer anderen Website auf deine Seite führt, nennt man das einen Backlink. Denn diese Seite stärkt dir sprichwörtlich den Rücken. Deiner Seite wird vertraut.

Wenn tausende Seiten auf deinen Blog verlinken, dann gibt es keinen Zweifel, dass es eine Nachfrage nach deinem Content gibt.

Nicht vergessen –– Der Erfolg von Suchmaschinen wie Google beruht genau darauf: dem User GENAU das zu geben, was er oder sie sucht.

Deswegen sind Backlinks so ein wichtiger Ranking-Faktor.

Das gilt allerdings nur, wenn sie von qualitativen Websites kommen. Also möglichst welchen, die selbst viele qualitative Backlinks von anderen Seiten bekommen.

Aber wie kommst du nun an diese qualitativen Backlinks?

Der Prozess ist simpel, aber nicht gerade einfach:

  1. Erstelle so guten Content, dass er eines Backlinks würdig ist (On-Page SEO).
  2. Verbreite deinen Content

Generell sollten Backlinks von Websites kommen, die irgendwie mit dem Thema deines Blogs zu tun haben. Wenn du über Kaffeemühlen schreibst und Backlinks von Beauty Blogs bekommst (vielleicht weil du mit den Bloggern befreundet bist), könnte das Suchmaschinen verwirren.

Warum link buying ein No go ist

Backlinks haben nichts mit Werbung zu tun.

Wenn du jemanden bezahlst, um auf deine Seite zu verlinken, nennt man das link buying. Früher war das ein dickes Business, heute aber sind Suchmaschinen so schlau, gekaufte Links zu erkennen und dich dafür mit schlechteren Rankings zu bestrafen.

Nochmal: Backlinks müssen natürlich sein. Am besten geht das mit einem gut strukturierten Ankertext.

Wie link building funktioniert

Hier sind ein paar Ideen für dich, mit denen du qualitative Backlinks aufbauen kannst.

  • Schreibe Gastbeiträge für thematisch verwandte Websites
  • Finde fehlerhafte externe Verlinkungen auf verwandten Websites (z. B. mit dem Site Explorer von ahrefs) und frag die Besitzer, ob sie stattdessen zu dir linken können.
  • Setze externe Verlinkungen – vielleicht bekommst du einen Backlink zurück
  • Lerne andere Blogger in deinem Thema kennen und baue dir ein Netzwerk auf.

All diese Strategien tragen zu gelungenem link building bei.

So viel zum Thema Off-Page SEO.

Jetzt fassen wir noch mal kurz zusammen…

Warum du als Blogger SEO brauchst

Schau dir mal diese Statistiken an.

  • 75% aller User gehen nie auf die zweite Seite der Google-Ergebnisse, wenn sie nach etwas suchen
  • 91% aller Internetseiten bekommen überhaupt keinen Traffic von Google
  • 70.6% des gesamten Website-Traffic wird durch die großen Suchmaschinen erzeugt (Google, YouTube, Bing, Yahoo)

Wow. Gibt es drei bessere Gründe, warum SEO so wichtig ist?

Du solltest allerdings wissen, dass deine Seite nicht durch Zauberhand auf die erste Seite bei Google kommen wird. Auch nicht in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten.

Aktuellen Studien zufolge ist der meiste Content auf der Seite 1 bei Google schon mehrere Jahre alt. Er hat sich halt bewährt. Wenn du aber einmal dort angekommen bist, stehen die Chancen gut, dass du auch für lange Zeit dort bleiben wirst.

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