So erstellst Du einen Content Calendar

So erstellst Du einen Content Calendar

Dir fehlt beim Bloggen manchmal die Inspiration? Keine Angst, damit bist Du nicht alleine, denn schnell rutscht man mal in ein Motivationstief und es geht gar nichts mehr.

Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, besteht darin, vorab einen detaillierten Content Calendar bzw. Redaktionsplan für Deine Inhalte zu erstellen.

Idealerweise machst Du dieses Brainstorming direkt zu Beginn des Jahres, aber keine Sorge: Der zweitbeste Zeitpunkt, um mit der Planung zu beginnen, ist genau jetzt hier und heute. Sobald Du die Richtung kennst, in die Du gehen möchtest, kannst Du passende Inhalte in einem Content Calendar bzw. Redaktionsplan im Voraus planen und Deine Ideen im Detail optimieren und verfeinern.

Warum ist ein Content Calendar wichtig?

  • Vorausschauendes Denken – Vielleicht brauchst Du Zeit, um „die 5 besten Outfits für Lehrer am ersten Schultag” auszuprobieren oder ein Shooting mit einem tollen Fotografen zu organisieren. Mit einem Content- bzw. Redaktionsplan bringst Du ein wichtiges Maß an Organisation in Dein Blogger-Leben und kannst alles Nötige früh genug angehen.
  • Effiziente Zusammenarbeit mit Marken – Die meisten Marken planen z.B. ihre Weihnachtskampagnen irgendwann zwischen April und Oktober. Daher ist es wichtig, Dir Erinnerungen zu setzen, um früh genug mit einer passenden Marke in Kontakt zu treten. Wenn Dich eine Marke kontaktiert, hast Du im besten Fall wiederum bereits Ideen parat, die ihr vielleicht gemeinsam umsetzen könnt.

Auch wenn hier in diesem Artikel das Bloggen im Vordergrund steht, können die Tipps für Deinen Auftritt auf Instagram, YouTube und Twitter umgesetzt werden (plattformübergreifende Beiträge sind grundsätzlich sinnvoll). Passe Deine Beiträge einfach entsprechend an. Eine „Wunschliste für den Sommer” kann zum Beispiel in gekürzter Form ideal für eine Instagram-Story oder ein spezielles Pinterest-Board verwendet werden.

So findest Du Inspiration

Natürlich ist es toll, andere Blogs und Instagram-Feeds im Blick zu haben. Dennoch ist es ebenso wichtig, Deinen Horizont bei der Suche nach Ideen zu erweitern. Verbringe zum Beispiel einen Nachmittag damit, Dir verschiedenste Arten von Magazinen und Webseiten wie Man Repeller, Refinery 29 und Vox anzusehen, um neue Ideen für Beiträge zu sammeln.

Pinterest veröffentlicht auch einmal im Jahr seine Top-100-Trends, die ein wichtiger Hinweis auf entstehenden Mode-, Reise- oder Beauty-Trends sind, die Du in deinen Beiträgen aufgreifen kannst.

Auch Pinterest veröffentlicht einmal im Jahr seine Top-100-Trends, die ein wichtiger Hinweis auf entstehenden Mode-, Reise– oder Beauty-Trends sind, die Du in Deinen Beiträgen aufgreifen kannst.

Hier sind weitere Möglichkeiten, um Ideen zu generieren:

  1. Sieh Dir Deine Beiträge aus dem Vorjahr an – Hast Du einen Mix aus Mode- und Beauty-Inhalten behandelt? Vielleicht möchtest Du Dir eine weitere Inhaltssäule (Pillar-Artikel) aufbauen? Sieh Dir die Beiträge an, deren Erstellung Dir richtig Spaß gemacht hat, und überlege, ob Du das Thema bzw. die Thematik auch aus einem anderen Blickwinkel behandeln kannst.
  2. Sieh Dir Deine Daten an – Google Analytics zeigt Dir beispielsweise Deine beliebtesten Beiträge. Gehe einfach auf „Verhalten > Seiteninhalte > Alle Seiten” und filtere nach Datum. Auch die „Seitensuche” und „Akquirierung > Suchkonsole > Anfragen” geben wichtige Hinweise darauf, was die Besucher Deiner Webseite bzw. Deines Blogs zu finden hoffen. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, ein Thema zu erweitern, das Du bereits behandelt hast.
  3. Berücksichtige Veranstaltungen und wichtige Feiertage – Nachdem Du die wichtigen Feiertage wie Weihnachten abgedeckt hast , notiere bedeutende Sportereignisse, Shopping events, Musikfestivals oder Ereignisse wie den internationalen Frauentag. Days Of The Year ist eine tolle Quelle, wenn Du wissen möchtest, wann der nationale Tag der Wassermelone ist (zu deiner Info: er ist am 3. August).
  4. Trage deine persönlichen Termine ein. Unternimmst Du die Reise Deines Lebens oder feierst Du in diesem Jahr einen wichtigen Geburtstag? Plane auch diese Ereignisse ein, insbesondere, wenn es eine Weile dauert, bis Du deine Gedanken dazu formuliert hast.

Erstelle einen Content Calendar

Nachdem Du all Deine Daten und Termine gesammelt hast, müssen diese im nächsten Schritt so aufbereitet werden, dass Du die Informationen einfach und schnell nutzen kannst, wenn Du sie brauchst. Experimentiere mit Google Calendar, Trello, einem klassischen Terminkalender oder auch mit einem Word-Dokument, das ALLE Tabellen und Informationen  enthält.

Wir empfehlen Dir, alle Informationen nach Monaten zu organisieren und zunächst Deine wichtigsten Termine bzw. Daten hinzuzufügen. Dein Content- bzw. Redaktionskalender kann darüber hinaus auch Folgendes enthalten:

Detaillierte Spalten für jeden Deiner Account in den sozialen Medien– Liste all Deine Kanäle (Blog, Instagram, YouTube, Twitter, Pinterest, Newsletter und Podcasts) und Deine geplanten Beiträge auf. So kannst Du erkennen, ob es umfassendere Themen gibt, die auch für andere Zwecke bzw. übergreifend verwendet werden können.

Vielleicht kannst Du auch Elemente aus einem Blog-Beitrag wie zum Beispiel „Outfit-Ideen für Hochzeitsgäste” für Instagram-Storys verwenden, ohne dafür allzu viel Arbeit investieren zu müssen. Beiträge können leicht angepasst werden, um so eine maximale Reichweite zu erlangen. Außerdem ist dies eine tolle Möglichkeit zum Experimentieren.

Ideen, wie Du Marken pitchen und auf Dich aufmerksam machst – Dein Brainstorming hat hoffentlich dazu beigetragen, deine Kreativität zu wecken, sodass Du nun eine fertige Liste für Meetings oder Pitching-E-Mails hast. Notiere dir Marken hinter denen Du stehst und mit denen Du gerne zusammenarbeiten möchtest. Plane für eine langsame jedoch stetige Kontaktaufnahme genügend Zeit ein.

Ältere Beiträge neu veröffentlichen und bewerben,  – Hast Du z.B. ein Video zu Themen veröffentlicht wie „Tipps, um Geld zu sparen”, das besonders erfolgreich ist und viele Aufrufe verzeichnet? Es könnte sich lohnen, Dein Publikum jedes Jahr im Januar oder zu strategisch günstigen Zeitpunkten im Jahr auf das Thema erneut aufmerksam zu machen. Notiere Dir die für den jeweiligen Monat relevanten Archivbeiträge und mache dein Publikum über Instagram-Storys oder Twitter darauf aufmerksam.

Ein Abschnitt für grobe Ideen – Vielleicht möchtest Du grobe Brainstorming-Ideen oder verworfene Ideen hier aufschreiben bzw. festhalten, damit sie nicht verloren gehen. Wir empfehlen, auch verpasste Gelegenheiten zu vermerken. Falls Dir also ein Event entgangen sein sollte, kannst Du es hier notieren, damit Du im nächsten Jahr daran denkst und Dich frühzeitig vorbereiten kannst.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Content- bzw. Redaktionskalender sollte ein Arbeitsdokument darstellen, welches über das ganze Jahr über hinweg angepasst werden kann. Bei größeren Projekten oder Events kann es darüber hinaus ratsam sein rückwärts zu arbeiten, damit alles pünktlich seinen Lauf nimmt und Du frühzeitig vorbereitet bist. Verwende das Dokument gemeinsam mit einem Tageskalender oder einer To-Do-Liste und plane jede Woche durch, um deinen Fortschritt zu überprüfen.

Auch wenn diese Vorgehensweise sehr steif und formal wirkt, ist es doch lediglich ein grober Plan, damit deine Inhalte konsistent, zeitnah und nachvollziehbar bleiben. Plane auch immer etwas Flexibilität ein, falls unerwartete Ereignisse, Kampagnen oder Events eintreffen. Sieh Deine Bloginhalte als Investitionen, die Deinen Einsatz bei entsprechendem Traffic belohnen.

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