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Die wichtigsten Kennzahlen verstehen und beeinflussen

Martin Trauzold
Zuletzt aktualisiert Februar 11, 20168 Min. Lesezeit

Es gibt sehr viele Kennzahlen für Blogs und Websites, von denen einige bereits im Artikel Grundlegende Kennzahlen vorgestellt wurden. Doch in der Praxis ist es meist sinnvoll, sich auf einige wenige zu beschränken, da dies die Übersicht erhöht und die Optimierung leichter fällt.

Auf diese Weise kommst Du wirklich dazu, diese Kennzahlen zu messen, auszuwerten und im eigenen Sinne zu beeinflussen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Typische Kennzahlen für Blogs mit Affiliate Marketing
  • Tipps zur Optimierung der einzelnen Kennzahlen

Die 5 wichtigsten Kennzahlen

Welche die wichtigsten Kennzahlen sind, kommt auf die eigene Situation an. Als erstes solltest Du deshalb Ziele definieren und damit klarstellen, was Du genau erreichen möchtest.

Ohne konkrete Ziele ist es nur ein Stochern im Trüben. Darauf basierend kannst Du Dir dann die wichtigsten Kennzahlen zum Erreichen dieser Ziele aussuchen.

Beispiel: Steigerung der Einnahmen eines Blog mit Affiliate Marketing.

Typische Kennzahlen für den Erfolg eines Blogs sind:

  • Sitzungen: Anzahl der Besuche von Lesern in einem bestimmten Zeitraum
  • Seitenaufrufe: Anzahl der aufgerufenen Artikel/Seiten in einem bestimmten Zeitraum
  • Traffic von Google: Besucherzahlen von der Haupt-Trafficquelle vieler Blogger.

Dazu sind noch diese Affiliate Marketing Kennzahlen sinnvoll:

  • Klickrate: Prozentzahl der Besucher einer Seite, die einen bestimmten Link anklicken.
  • Conversion Rate: Prozentwert, der angibt, wie viele der „Klicker“ am Ende etwas Bestimmtes tun.

Kennzahlen beeinflussen

Kennzahlen allein sind eigentlich nichts wert. Es geht darum, diese Kennzahlen auszuwerten und diese dann positiv zu beeinflussen, also aktiv zu werden. Nur dann macht eine Kennzahl Sinn.

Im Folgenden gibt es Tipps zur Optimierung der 5 oben genannten Kennzahlen. Da man aber zu jeder dieser Kennzahlen einen eigenen Artikel schreiben könnte, gibt es nur ein paar kurze Tipps, die das Prinzip klarmachen sollen.

Sitzungen

Die Anzahl der Besuche (Sitzungen) möchtest Du natürlich steigern. Je mehr Besucher auf dem eigenen Blog unterwegs sind, um so mehr klicken höchstwahrscheinlich auf einen Affiliate-Link.

Deshalb solltest Du alle Marketing-Maßnahmen nutzen, die Dir zur Verfügung stehen. Das betrifft z. B. Social Media. Hier kannst Du sehr aktiv werden, solltest Dir aber auch die passenden Social Networks für den eigenen Blog aussuchen. So sind Pinterest und Instagram z. B. sehr passend, wenn Du viele eigene Bilder/Fotos im Blog hast.

Darüber hinaus solltest Du auf jeden Fall die grundlegenden SEO-Maßnahmen durchführen, da Google für die meisten Blogs noch immer der Traffic-Bringer Nummer 1 ist.

Seitenaufrufe

Um die Zahl der Seitenaufrufe zu steigern, bietet sich z. B. eine optimierte interne Verlinkung an. In neuen Artikeln kannst Du auf ältere passende Artikel verlinken oder eben auch auf Produkt-Tests, Vergleiche oder Ähnliches. Zudem gibt es automatisierte Möglichkeiten, passende interne Links anzeigen zu lassen (z. B. Related Links Plug-ins).

Neue passende Artikel sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Besucher zu mehr Seitenaufrufen zu bewegen. Dazu solltest Du die populärsten Artikel (Themen) identifizieren und dazu passend dann weitere Inhalte erstellen.

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Ladezeit. Diese solltest Du auf jeden Fall optimieren, da mit jedem Bruchteil einer Sekunde längerer Ladezeit mehr und mehr Leser abspringen.

Traffic von Google

Um die Besucherzahlen speziell von Google zu steigern, gilt es natürlich vor allem, die wichtigsten Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung durchzuführen.

Das sind zum einen die Onpage-SEO-Maßnahmen, welche alle Optimierungen umfassen, die auf den eigenen Seiten passieren (z. B. bessere Meta-Tag-Inhalte, eine bessere interne Verlinkung, Verwendung wichtiger Keywords im Text und in anderen Elementen, Ladezeit und mehr).

Aber auch Backlinks sind heute noch wichtig. Deshalb ist die Offpage-Optimierung ebenfalls eine große Baustelle. Du solltest immer wieder versuchen, direkt oder indirekt (z. B. durch Linkbaits) neue Backlinks zu gewinnen.

Unterschätzt wird oft der Longtail. Damit sind Keywords gemeint, die spezifischer sind und jeweils nicht so häufig gesucht werden. Rankst Du aber für sehr viele solcher Longtail-Keywords, dann bringt das wirklich guten Traffic von Google.

Klickrate

Kommen wir zu den Affiliate-Kennzahlen. Die Klickrate zu erhöhen ist ein erster wichtiger Schritt, die Affiliate Einnahmen zu steigern.

Deshalb solltest Du generell mehr Affiliate Links im eigenen Blog einbauen. Du musst es zwar nicht erzwingen, aber in die meisten Blog-Artikeln passt ein Affiliate-Link. Und Du kannst bei manchen Artikeln auch nicht nur einen, sondern mehrere Affiliate-Links einbauen, was die Klickrate noch weiter verbessert.

Ganz wichtig ist der sogenannte „Call to Action“. Stellst Du z. B. ein Produkt vor, dann solltest Du nicht nur irgendwo im Text einen kleinen, unscheinbaren Affiliate-Link dafür einbauen, sondern einen deutlich ins Auge springenden Affiliate-Link, z. B. als farbigen Button.

Zudem ist es sehr hilfreich, wenn Du durch die Art Deiner Artikel vor allem Besucher mit Kaufinteresse auf die eigene Website lockst und nicht unbedingt die, die nur kostenlose Informationen wollen.

Conversion Rate

Auf die Conversion Rate hast Du als Blogger/Affiliate nur bedingt Einfluss, da die Conversion, also der Kauf des Produktes, letztlich in dem verlinkten Online-Shop stattfindet.

Dennoch kannst Du die Conversion Rate positiv beeinflussen. Das gelingt unter anderem dadurch, dass Du Vertrauen schaffst. Vertraut ein Besucher z. B. dem eigenen Produktreview, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er es dann auch im Shop kauft.

Im Vorfeld solltest Du Dir beim Vergleich verschiedener Partnerprogramme bereits ein Bild vom Warenkorb und dem Kaufprozess machen. Ein reibungs- und fehlerloser Kaufprozess steigert in der Regel die Conversion Rate.

Des Weiteren solltest Du jeden eingebauten Affiliate-Link testen und einzeln prüfen, welche besser konvertieren.

Es lohnt sich zudem, bereits auf der eigenen Seite Inhalte aufzugreifen, die auf der Shop-Seite stehen (z. B. Produktbilder, die der Nutzer wiedererkennt oder auch Text-Elemente). Der Bruch zwischen eigener Seite und der Produktseite im Shop sollte so gering wie möglich sein.

Wiederholung

Die Maßnahmen zur Optimierung der einzelnen Kennzahlen sind nicht in Stein gemeißelt und garantieren keinen hundertprozentigen Erfolg. Deshalb ist es wichtig, dass Du die Kennzahlen auch bei der Umsetzung einzelner Optimierungsmaßnahmen genau im Auge behältst und misst, wie sich die Maßnahmen auswirken.

Zudem kommt dem Thema Signifikanz eine wichtige Bedeutung zu. Tools wie Optimizely.com ermöglichen nicht nur Tests, sondern zeigen auch an, wie verlässlich (signifikant) diese Ergebnisse sind.