Erfolgreiches Branding [für Influencer & Blogger]

Dieser Guide wird dir zeigen, dass erfolgreiches Branding für jedes Online-Business wichtig ist.

Du wirst dich mit den Basics des Brand Designs vertraut machen, wie du es in deinem Blog nutzen und dich in deine Nutzer hineinversetzen kannst. 🙂

In diesem Guide lernst du das hier:

  1. Brand Design
  2. Brand Building
  3. Personal Branding
Fernando Silvestrin
Fernando Silvestrin
Zuletzt aktualisiert Oktober 30, 202022 Min. Lesezeit
Erfolgreiches Branding [für Influencer & Blogger]

Die Begriffe “Brand Design” und “Branding” sind in den letzen Jahren zu einem fast nebulösen Konzept geworden. Viele Marketing-Experten, Designer und Business-Gurus haben dazu beigesteuert.

Die meiste Verwirrung kommt durch bedeutungslose Schlagwörter, die von sogenannten Branding-“Experten” verwendet werden. Diese sind nämlich der Meinung, dass ein Brand kaum mehr ist als ein Logo, eine Marke oder ein Produkt oder Service.

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Warum ist Branding so wichtig?

Die Wahrheit ist, dass erfolgreiches Brand Design ein Produkt begehrenswerter machen und seinen wahrgenommenen Wert steigern kann.

Jedoch kann Branding noch keinen Erfolg auf dem Markt garantieren. Es gibt zu viele Elemente im Marketing-Bereich und im gesamten Business, die den Produktabsatz beeinflussen können und werden.

Ein starker Brand (einzigartig, authentisch, vertrauenswürdig) ist meist ein Nebenprodukt.

Zuerst solltest du diese drei Schritte realisieren, bevor du an dein Branding denkst:

  1. Verkaufe hochwertige Produkte.
  2. Biete einen großartigen Kundenservice.
  3. Bewerbe deine Produkte und zeige, warum sie einzigartig und viel besser sind als die der Konkurrenz.

Business Gurus, Vermarkter und moderne Brand Manager wollen ein- und dasselbe – einen bekannten und begehrenswerten Brand aufbauen.

Marketing ist viel mehr als Branding und Kommunikation. Nicht jedes Business Problem ist ein Branding Problem.

Kommen wir nun zum nächsten Schritt – nämlich was einen bekannten Brand ausmacht.

Markenkern (Brand Essence)

Hat ein Brand eine Seele?

Falls ja, ist es wahrscheinlich der Markenkern (Brand Essence).

Was sollen die Kunden empfinden, wenn sie dein Produkt kaufen? Welche Ambition steht hinter dem Brand? Ist er einzigartig?

Ein Brand ist ein Versprechen, und alles rund um diesen Brand, von der Strategie bis zum Brand Design, erzeugt und hält dieses Versprechen aufrecht – das ist der Markenkern.

Ein Designer muss Brands erschaffen, die einen Wiedererkennungswert haben.

Einige Beispiele:

  • Nike ist sportliche Leistung.
  • Apple ist einfache Eleganz.
  • Visa ist überall.
  • Volvo ist sicher.
  • Harley Davidson ist Freiheit.
  • Walt Disney ist magisch.
  • Coca-Cola ist Glück.

Warum ist Brand Design wichtig?

Brand Design soll unnötige Komplexität vereinfachen. Es soll Begehren erzeugen, damit man sich leicht und mühelos entscheiden kann.

Gutes Brand Design ist nicht zufällig. Es ist absichtlich, spezifisch und wirkungsvoll.

Das Ziel: authentisch zu sein und sich mit Verbrauchern zu verbinden. Jeder Business-Aspekt muss dem Brand Design angepasst sein – von der Website bis zur Office-Gestaltung.

Mehr als nur ein hübsches Logo

Ein Logo ist ein Code. Doch ein erfolgreicher Brand hat mehr als nur ein Logo. Er hat viele Codes: Farben, Bilder, Grafiken, Sounds, Typografie, Interaktionen usw.

Codes sind mächtig, fesselnd und unsichtbar. Ja, du kannst ein Logo eines Brands sehen, doch der Code – die Strategie und deren Assoziierung mit dem Produkt – ist im Hintergrund.

Beispiele:

  • Cola ist rot; Im Supermarkt suchst du nicht nach dem Coca-Cola-Logo, sondern nach der roten Farbe.
  • Burberry Karomuster; Eines der am wiedererkennbarsten Muster auf der Welt.
  • Nike Sportler: Authentische Performance durch die Zusammenarbeit mit den besten Sportlern der Welt.

Brands brauchen manchmal Jahre, Jahrzehnte oder auch ein Leben lang, um einen Code zu bauen und ihn zu stärken. Brands, die über Nacht erfolgreich werden, werden sich nur selten langfristig auf dem Markt behaupten können.

“If I paint a wild horse, you might not see the horse … but surely you will see the wildness!”

Pablo Picasso

Eine Option, starke Codes zu erschaffen, ist mit Brand Design.

Du kannst Kunden mit wunderschönen Bildern, plakativen Schriftarten und leidenschaftlichen Farben in deinen Bann ziehen. Oder du teilst mit ihnen die Geschichte bzw. Story des Brands und nimmst sie mit auf eine faszinierende Reise.

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Brand Story

Deine Brand Story dreht sich nicht um dich, sondern um dein Publikum, deine Kunden, Nutzer und alle Menschen, die mit deinem Brand interagieren.

Eine Story bewirkt, dass die Menschen deinen Brand mögen und unvergessliche Momente erleben. Es ist wichtig, etwas Begehrenswertes für deine Kunden zu schaffen, damit sie bekommen, wonach sie suchen.

Quelle: https://uxdesign.cc/6-storytelling-principles-to-improve-your-ux-737f0fc3

Was wir glauben, unseren Kunden zu vermitteln, und was unsere Kunden tatsächlich hören, sind zwei unterschiedliche Sachen. Manchmal ist es einfacher, nur über Fakten zu sprechen und einen Preis zu nennen. Doch einen Brand, dem die Story wichtig ist, interessieren nicht nur Fakten, Preise und Verkaufszahlen.

Die Ausarbeitung einer Brand Story umfasst vieles mehr.

Es geht um die Wörter, die du wählst, die Bilder, die du siehst, die Farben, die du darstellst, deinen Style. Es geht um die Erfahrung, die Kunden auf deiner Website haben, und wie das Produkt verpackt ist.

Was macht ein Business einzigartig? Interessierst du dich für soziales Belange? Wer ist das Gesicht deines Brands? Bist du ein Außenseiter? Hast du bereits eine Community?

Einige Beispiele einer Brand Story:

GoPro: Hilft Menschen, Momente festzuhalten und ihr Leben mit anderen zu teilen – und es gemeinsam zu feiern.

Patagonia: Schafft das beste Produkt, verursacht keinen unnötigen Schaden, inspiriert durchs Business und setzt Lösungen um, die sich positiv auf die Umweltkrise auswirken.

Ein starker Charakter und einzigartige Persönlichkeit machen deinen Brand interessant für die Menschen. Also erschaffe sie!

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Brand-Aufbau mit Design: Charakter & Persönlichkeit

Wie wir gesehen haben, ist ein “Brand” ein Bündel aus verschiedenen Bereichen. Wer diese vereint, gewinnt an Bedeutung, gewährleistet Qualität und baut Vertrauen auf.

Brand Design ermöglicht dir, einen einzigartigen, erkennbaren und begehrenswerten Brand zu kreieren, der das Business mit Verbrauchern verbindet.

Um Differenzierungsmerkmale zu erstellen und ein einprägsames Produkt oder eine Dienstleistung auf dem Markt zu promoten, musst du die visuellen Elemente sowie Stile eines Brands erschaffen. Das nennt man visuelle Identität (visual identity):

Visuelle Identität umfasst Bilder und graphische Informationen, die ausdrücken, wer und was der Brand ist und wie er sich von der Konkurrenz unterscheidet.

Visuelle Identität besteht aus:

  1. Brand-Logo
  2. Brand-Farben
  3. Typografie
  4. Bildern (Fotografie)
  5. Grafiken (Illustration, Ikonografie, Animation)
  6. Brand Assets (Templates, Präsentationen, Schreibwaren, Ladengestaltung, Uniformen etc.)
https://99designs.de/blog/

Widmen wir uns nun jedem einzelnen Punkt:

1. Brand Logo

Brand Design beginnt mit einem guten Logo. Um es zu designen, musst du dir zuerst folgende Fragen stellen:

  • Was möchtest du mit dem Logo kommunizieren?
  • Wie wird es sich langfristig bewähren?
  • Wird es den Menschen im Gedächtnis bleiben?

Ach … ich habe es fast vergessen. Es soll immer gut aussehen. 🙂

https://www.holabrief.com/community/2018-a-year-in-rebrands

Woraus besteht ein Logo?

Normalerweise hat ein Logo diese drei Elemente:

  • Typografie Sie umfasst mehr als nur den Namen und die Wörter des Brands. Eine passende Schrift hat magische Kraft – sie bewirkt, dass man den Brand mit einer spezifischen Tonalität und Atmosphäre assoziiert; stilvoll, verspielt, aggressiv usw. Das bedeutet, dass die falsche Schriftart an falschen Stellen zu albernen Ergebnissen führen kann.
  • Farbe Wir sind alle nur Menschen mit Urgefühlen wie Glück und Neugier – das solltest du ausnutzen. Farbgebrauch auf einer emotionalen Ebene wird diese Gefühle wecken. Farbtheorie und Psychologie spielen beim Treffen von Entscheidungen nämlich eine bedeutende Rolle.
  • Grafiken Ein Symbol, eine einfache Illustration, Formen oder Linien können manchmal die beherrschende Kraft eines Logos sein. Denke an die weltbekannten Brands wie Apple und Nike; da setzt man nicht auf Farben oder Schriften – niemals. Grafiken sind diejenigen, die lange im Gedächtnis bleiben.

So. Jetzt weißt du, aus welchen Elementen ein Logo besteht, und du solltest so lange daran arbeiten, bis es gut aussieht. Behalte folgende Kriterien im Hinterkopf:

  • Unverwechselbar
  • Relevant
  • Einfach
  • Zeitlos
  • Anpassungsfähig

Gut gemacht. Jetzt ist es an der Zeit, sich mit Brand-Farben zu befassen.

2. Brand-Farbe

Antike sowie moderne Farbsysteme und Farbtheorien können schnell zu einem komplexen Thema im Bereich der Kunst, Wissenschaft und, in der Tat, des Brand Designs werden.

Halten wir es einfach und fokussieren uns auf einige wesentliche Bereiche, die relevant fürs Branding sind.

Warum benutzen Banken gern die Farbe Blau und Fast-Food-Ketten Rot?

Es ist kein Zufall. Farben und Emotionen sind eng verbunden.

Beliebte Brand-Farben basierend auf der Industrie von Digital Synopsis

Warme Farben erwecken andere Emotionen als kühle Farben und helle Farben sorgen für gemischtere Gefühle als matte. Es hängt alles davon ab, wie man psychologische Effekte der Farben einsetzt.

Die Wiederholung derselben Farbe kann die Bekanntheit eines Brands stärken

Wenn du den Markenkern, die Story und Persönlichkeit definiert hast, kannst du dich auf die Farben konzentrieren und herausfinden, welche am besten zu deinem Brand passt. Dafür musst du erstmal wissen, welche Emotionen bestimmte Farben wecken.

https://unsplash.com/@jonnysplsh
https://unsplash.com/photos/xYSp0kkIUio

Wann hast du das letzte Mal eine Cola gesehen, die nicht rot, oder eine Pepsi, die nicht blau ist?

Wenn du Farben klug einsetzt, werden, werden sie zum Code und einem unerlässlichen Teil des Brand Designs. Du solltest deshalb sicherstellen, dass diese Assoziierung konsistent bleibt.

Hier ist eine Tabelle bestimmter Brand-Farben. Darin kannst du herausfinden, was die jeweilige Farbe für Brands (und Menschen) repräsentiert.

Natürlich gibt es nicht nur einen richtigen Weg, um das Farbschema deines Brands zu bestimmen. Richte dich danach, was sich in der Praxis bewährt hat und vertraue immer auf dein Bauchgefühl.

3. Typografie


Die vielen Klassifikationen und Schriftarten, die deinen Brand, deine Website, das Logo, Visitenkarten usw. beeinflussen, mögen auf den ersten Blick entmutigend erscheinen.

Doch sie haben das Potential, deinen Brand zu stärken und sich auf die Benutzererfahrung auszuwirken. Jeder Text oder Content bezüglich deines Brands wird die Typografie enthalten, die du ausgewählt hast. Infolgedessen spielt sie eine große Rolle bei deinem Brand Design und deiner Identität.

Im bekannten Guide “The Elements of Typographic Style” definiert Robert Bringhurst Typografie wie folgt:

“The craft of endowing human language with a durable visual form.”

Robert Bringhurst

Wie Farben hat auch Typografie eine Bedeutung … und das ist eine große Sache, denn alles, was wir tun, basiert auf Bedeutung. Ein handgeschriebener Brief wird in dir andere Gefühle wecken als ein Brief in digitaler Version.

https://medium.springboard.com/the-guide-to-getting-typography-right-in-digital-design-bb61214ff3ad?gi=bc9d0e6809e7

Typografie muss drei Merkmale haben: sie muss leserlich, lesbar sein und muss den richtigen Ton angeben.

  • Leserlich Dieses Merkmal gehört zum tatsächlichen Schrift-Design und wirft die Frage auf, wie sich ein Zeichen vom anderen in einer gewissen Schriftart unterscheidet.
  • Lesbar Ein Maßstab, mit dessen Hilfe analysiert wird, wie gut Wörter, Sätze, Absätze auf einer Seite organisiert sind und ob man sie mühelos lesen kann.
  • Ton Typografie verleiht deiner Brand Identität einen visuellen Ton. Ist dein Brand plakativ oder minimalistisch? Hast du ein innovatives Hightech-Unternehmen oder setzt du lieber auf Tradition? Jede Kurve und Kante trägt zum gesamten Gefühl bei und stellt dir verschiedene visuelle Töne zur Auswahl.
https://medium.springboard.com/the-guide-to-getting-typography-right-in-digital-design-bb61214ff3ad

Seit Jahrhunderten erstellen Künstler und Typografen Schriftarten, was künstlerische Fertigkeiten erfordert. Doch wenn du es gut machst, kann es sich vorteilhaft auf deine Design-Toolbox auswirken.

4. Bilder (Fotografie)


Bilder sind überall. Wir sehen sie auf Werbetafeln, in Magazinen, auf Postern, Facebook, Websites, einigen tragen wir auch in unseren Taschen.

Bilder schaffen Vertrauen und zeigen, wer du bist – als Brand. Mit einem Blick auf das Bild können Kunden sofort eine Verbindung mit dem Brand herstellen. Dasselbe passiert auch, wenn wir uns ein Foto einer Person ansehen, die wir mögen. Starke Sache!

Einige Unternehmen möchten modern dargestellt werden, andere hingegen wählen einen traditionelleren Weg. Vielleicht möchtest du ein sauberes, minimalistisches Image schaffen oder ein kantiges, kühnes, aggressives. Dabei stellen sich folgende Fragen: Was mögen deine Kunden? Was ist ihnen wichtig?

von Efi Kabak

Dieses Bild ist ein tolles Beispiel einer visuellen Darstellung einer Pariser Modeboutique. Der Designer startete mit einem sogenannten Moodboard, um erst einen Gesamteindruck vom Brand zu bekommen. Mehr Infos zum Branding hier.

Die unteren Bilder sind aus den Modemagazinen Vogue und Vanity Fair. Welches Bild wurde in welchem benutzt? Rate doch mal.

April 2019, Vogue China – Foto von https://www.instagram.com/emmasummerton/
Vanity Fair Frankreich, Ausgabe Juli 2019, Foto von https://bird-production.com/photographers/kira-bunse/editorial/vanity-fair-jessica-chastain/

Beide Bilder haben das Ziel, Magazine zu verkaufen. Doch die Unterschiede im Stil, in den Farben, Einstellungen und im Licht erzählen zwei verschiedene Geschichten. Der Kunde möge denken, dass das Vogue-Bild zu edel und unerreichbar ist. Gleichzeitig entspricht das Vanity-Fair-Bild eher ihrem/seinem Geschmack und ist realistischer.

Wenn du deine Zielgruppe kennst, kannst du auch die entsprechenden Design-Elemente und den Stil auswählen. Aber mach dir keine Sorgen, sollte Fotografie nicht dein Ding sein. Du musst keine echten Fotos für deinen Brand benutzen.

Das Brand Design vieler moderner Unternehmen basiert auf einem einzigartigen Illustrationsstil, andere entschieden sich für einen Mix aus Fotografie und Illustrationen.

Finde heraus, was am besten zu deinem Brand und deinen Kunden passt.

  • Lust auf mehr? Übersetze zuerst die Wörter in Bilder mit einem Moodboard bzw. “stylescapes”. Weitere Details dazu findest du hier.

5. Grafiken (Illustrationen, Ikonografie, Animation)

Designer sollten Illustrationen nicht nur auf einem Logo-Design oder Produkten für Kinder verwenden. Sie sind vielseitig einsetzbar und können deinem Brand das gewisse Etwas verleihen.

Denk nur an die kultige Animation von Red Bull aus den frühen 2000er Jahren.

Diese frechen, lustigen Werbespots wurden von der Werbeagentur Kastner ins Leben gerufen und wurden zu echten Kultklassikern. Der unverwechselbare Illustrationsstil macht sie zeitlos.

Aber Illustrationen glänzen nicht nur in Werbespots. Du kannst sie auch als Teil deiner Kern-Brand-Design-Identität einsetzen. Sie gehören heutzutage zu den Top-Design-Trends und hier sind ein Paar Gründe, weshalb du originelle Illustrationen sowie Grafiken auch für deinen Brand benutzen solltest:

  • Sie sind Ausdruck von Kreativität und künstlerischer Harmonie.
  • Sie bereichern die visuelle Sprache eines Brands.
  • Sie appellieren an die Emotionen.
  • Sie unterstützen kreatives Storytelling und Marketingtexte.
  • Sie helfen dir, dich von der Konkurrenz abzuheben.
  • Sie werden schnell von Verbrauchern verstanden.
  • Sie stärken das Markenbewusstsein.
  • Sie können in Animationen oder kurzen Videos eingesetzt werden.

Diese wichtigen Punkte sind zu beachten:

Kenne den Brand: Jeder Brand kann sich verändern und entwickeln. Stelle sicher, dass du den Markenkern und dessen Story verstehst, bevor du Illustrationen als das Hauptelement deines Brand Designs in Erwägung ziehst.

Erarbeite Richtlinien: Recherchiere und beschränke dich auf festgelegte Richtlinien, die auf der Brand Identität beruhen. Leuchtende Farbverläufe und Kritzeleien passen nicht zu jedem Brand.

Budget: Vielleicht wird es dein Budget nicht erlauben, originelle Illustrationen zu erstellen oder zu benutzen. Wenn dies der Fall ist, kann auch Stockmaterial hilfreich sein. Doch eine Sache solltest du stets beachten – versuche dich so gut wie möglich an der Persönlichkeit deines Brands zu orientieren.

Zielgruppe: Entwerfe für reale Kunden, nicht für imaginäre Freunde. Deine Illustrationen müssen die Kunden des Brands beeinflussen.

Vergiss den Trend: Als Designer musst du die neusten, heißen Illustrationen-Trends zwar kennen, doch nur echte Profis wissen, wann ein bestimmter Stil verwendet werden soll. Meide generisches Brand Design um jeden Preis.

Das Brand Design von Mailchimp und Headspace basiert auf Illustrationen:

email marketing platform Mailchimp
Headspace Brand-Buch von italic-studio
Headspace Brand Book | ITAL/C | Multidisciplinary Creative Studio | Los Angeles, CA

6. Brand Assets & Style Guides

Wertvolle Brand Assets zu erschaffen ist für Designer nur der erste Schritt. Du musst deine Arbeit so organisieren, dass die Marketing-, Verkaufs- und andere Abteilungen effizient zusammenarbeiten können. “Wo ist die finale Logo-Version in Farbe?” – solche Fragen vom Kunden gehören dann bald der Vergangenheit an.

Du solltest deinem Kunden die nötigen Brand Assets anbieten. Zudem sollten diese immer zur Verfügung stehen, für interne Nutzung oder bei Zusammenarbeit mit einem externen Partner.

Du hast den Markenkern und die Brand Story gemeistert. Du hast ein Logo designt und eine Farbpalette ausgewählt. Du hast diese Premium-Schriftart gekauft und ein Paar kreative Fotos geschossen. Du hast Illustrationen und Video-Animationen von deinem Lieblingskünstler…Was nun?

Was sind Brand Assets?

Ein Brand besteht aus vielen Elementen und wenn du einmal die Basics drauf hast, ist es an der Zeit, deinen Brand auf die nächste Ebene zu bringen. Kreiere einige Vorführmodelle (Mockups) für greifbare Assets wie Schreibwaren, Verpackungen und Visitenkarten. Das wird dir und deinem Kunden dabei helfen, sich ein Bild über das volle Potential der Markenvision zu machen.

artboard.studio Schreibwaren Mockup
artboard.studio Verpackung Mockup

Jedes Element spielt bei deinem Brand Design und der visuellen Identität eine Rolle:

  • Brand Story
  • Farbpalette
  • Brand Schriftarten
  • Visitenkarten
  • Website
  • Logo(s) (alle Variationen)
  • Richtlinien für Bilder & Grafiken
  • Brand Voice & Copywriting
  • Schreibwaren

Es ist praktisch, all diese Informationen auf einem Platz zu haben, doch du solltest auch immer ein Auge auf Bereiche werfen, in denen noch Verbesserungsbedarf besteht:

  • Konsistenz
  • Einfluss
  • Charakter

Erfahre mehr:

artboard studio hat eine tolle Mockup-Kollektion
Uber Brand Style Guide
Cisco Brand Style Guide
Modernes Bäckerei-Branding & visuelle Identität

Einen echten Brand erschaffen: Hinter den Kulissen

Diese Doku-Serie von The Futur ist ein exzellentes Beispiel, wie man einen starken Brand aufbaut, der bei Kunden gut ankommt und sich von der Konkurrenz abhebt.

Sie gibt dir einen Blick hinter die Kulissen eines Branding-Prozesses für eine Biermarke – vom Anfang bis zum Ende. Darin kannst du sehen, wie ein neues Identitätssystem entsteht (inklusive Verpackungen, Kommunikation, Website Design) und Zeuge eines Brand Relaunches sein.

Ich empfehle dir, die ganze Serie anzusehen! Danke mir später 😉

Das Zauberwort heißt Konsistenz

Um es kurz zu fassen – Brand Design ist ein Konglomerat aus:

  • Markenkern; Brand Voice (Markenstimme) und Vision
  • Brand Story; was dein Kunde möchte
  • Visueller Identität; ikonische und unvergessliche Codes
  • Marketing-Aktivitäten; Kommunikation und Werbung
Nike

Brand Designer haben das Ziel, mit visuellem Design konsistent die Botschaft des Brands zu vermitteln – vom Logo bis zum Website-Layout. Die Herausforderung dabei ist es, ein einzigartiges Brand Design zu erschaffen und dafür zu sorgen, dass es stets relevant bleibt, auch wenn sich die Welt ständig verändert.

Wir sind gespannt darauf, wie du das Gelernte umsetzen wirst. Denn als Influencer oder Blogger musst du dich von der Masse abheben und wir hoffen, dass dir unser Guide dabei helfen kann.

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