Nutzung von Bildern auf meiner Webseite: Wie vermeide ich Probleme mit dem Urheberrecht?

Zu Beginn des Artikels erstmal der kurze Hinweis, dass der Autor kein Anwalt ist und deshalb die folgenden Aussagen lediglich Erfahrungen und eigene Vorgehensweise widerspiegeln. Wer konkrete Fragen oder Probleme diesbezüglich hat, sollte sich unbedingt an einen Anwalt wenden.

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte, sagt man. Auch wenn Texte noch immer sehr wichtig sind, so können Fotos, Produktbilder, Zeichnungen und Videos einen Artikel deutlich verbessern. Du kannst die Inhalte dadurch oft besser vermitteln und die Leser-Aufmerksamkeit einfacher erreichen.

Zudem helfen Bilder auch bei der Vermarktung, da sie weitere Besucher anlocken und z.B. im Social Web sehr gut funktionieren. Suchmaschinen honorieren es, wenn eine Webseite eigene Bilder oder Videos in Artikel einbinden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Produktbilder und Inhalte von Amazon.de können unter gewissen Bedingungen für die eigene Webseite genutzt werden
  • Rechtliche Fallstricke bei der Nutzung von Bildern und Fotos
  • Tipps zum Einsatz von Fotos und Bildern im eigenen Blog

Das Nutzen von Amazon Produktbildern

Als Amazon Partner kannst Du die Bilder von Produkten die Du verlinkst auf Deiner eigenen Webseite nutzen. Die Bilder dürfen allerdings nur genutzt werden, solange Sie auch auf Amazon.de verfügbar sind. Nachdem ein Bild auf Amazon.de nicht mehr verfügbar ist, muss es innerhalb von 24 Stunden von Deiner Webseite entfernt werden. Das Gleiche gilt bei einem Austritt oder auch einem Ausschluss aus dem Amazon Partnerprogramm.

Es ist sinnvoll mit speziellen Plugins zu arbeiten, die Inhalte regelmäßig automatisch aktualisieren. So kannst Du sicherstellen, dass sich keine Bilder auf Deiner Seite befinden die bei Amazon.de nicht mehr verfügbar sind. In diesem Artikel findest Du einen Vergleich von unterschiedlichen Plugins die Du hierfür nutzen kannst: http://amazon-affiliate.eu/de/3-amazon-affiliate-plugins-im-direkten-vergleich/

Wir empfehlen Dir nur Bilder von Produkten zu verwenden bei denen Amazon der Verkäufer ist. Für diese besitzt Amazon die entsprechenden Bildrechte und überträgt Dir diese im Rahmen des Partnerprogrammes. Bei Bildern vom Amazon Marktplatz kann es sein, dass die Bildrechte nicht bei Amazon liegen, da die Produkte von Drittanbietern eingestellt werden, die dies ggf. die Eigentumsrechte an den Bildern nicht besitzen und diese somit auch nicht übertragen können. Bei Problemen mit Bildrechten wende Dich in jedem Falle unverzüglich an den Service des PartnerNets.

Vorsicht Urheberrecht

Eine Sache steht der freien Nutzung von Bildern und Fotos entgegen: das Urheberrecht. Jedes Fotos und jedes Bild hat einen Urheber, der einer Nutzung zustimmen muss. Beachtest Du das nicht, kann das großen Ärger geben. So liegen Abmahnungen für unberechtigt genutzte Fotos in Deutschland schon mal gern im vierstelligen Bereich.

Deshalb ist es wichtig das Urheberrecht zu beachten und genau darauf zu achten, woher ein Bild stammt und was man damit machen darf.

Relativ sichere Bilder-Quellen

Zu den relativ sicheren Bilder-Quellen zählen die folgenden:

Eigene Bilder

Wer selbst Fotos macht, kann diese natürlich auf der eigenen Website einsetzen. Hierbei ist es nicht unbedingt erforderlich Fotos in professioneller Qualität machen zu können. Die Fotoqualität der meisten modernen Smartphones ist absolut ausreichend. Vielmehr geht es darum, dem Besucher Deiner Webseite einen Mehrwert zu bieten. Außerdem kannst Du Dich mit Deinen eigenen Fotos von anderen Webseiten und Blogs abheben.

Eigene Fotos auf Websites sind ein wesentliches Element um das Vertrauen Deiner Website Besucher zu gewinnen. Entsprechend empfehlen wir Dir eigene Bilder zu machen. Gute eigene Bilder auf Websites haben auch einen positiven Effekt auf Deine Rankings bei google. Google erkennt das es sich um ein Original handelt und stuft die URL zumeist in den Suchergebnissen nach oben. Dennoch musst Du beim Motiv vorsichtig sein. Stehen darauf z.B. einzelne Menschen im Vordergrund, dann brauchst Du deren Erlaubnis.

Fotos von öffentlichen Bereichen aus, sind von der Panoramafreiheit erfasst, so dass hier sehr viel erlaubt ist. In anderen Ländern musst Du aber sehr vorsichtig sein. So ist das Fotografien des Eifelturms in Frankreich zwar erlaubt, nicht aber die Verbreitung oder kommerzielle Verwendung der Fotos.

Grafiken selber gemacht

Eine Alternative ist es Text/Bild-Grafiken selber zu gestaltet. Es handelt sich dabei also nicht um Fotos. Allerdings musst Du auch hier sicherstellen, dass auf evtl. genutzte Grafik-Elemente nicht wieder ein Urheberrecht besteht.

Grafiken sollten komplizierte Dinge einfach darstellen und dem Besucher der Website schnell einen Überblick über ein Thema geben. Für die Besucher Deiner Website sind Grafiken ein wichtiger Bestandteil der Navigation auf Deinen Seiten.

Screenshots

Bei Screenshots kommt es darauf an, was darauf zu sehen ist. Normale Screenshots sind da meist unbedenklich. Allerdings sollten keine Personen oder künstlerische Werke darauf gut erkennbar sein.

Achte auch darauf nicht wichtige persönliche Daten zu teilen, wie z.B. Deine Bankverbindung. Bereits die Bank bei der Du Dein Konto hast oder Deine PKW Marke können im Phishing gegen Dich verwendet werden, da man somit ein besseres Profil von Dir erstellen kann und Dich entsprechend zielgerichtet ansprechen kann.

Stockfotos: Bilder von Bildagenturen

Wer selber keine Bilder hat, kann bei professionellen Bildagenturen im Netz fündig werden. Diese bieten zehntausende Fotos an, die meist relativ wenig Geld kosten. Allerdings gibt es hier das Problem, dass man nicht immer ein passendes Bild findet und es natürlich Geld kostet. Zudem solltest Du die jeweiligen Kennzeichnungspflichten beachten.

Bilder von Bildagenturen haben auch den Nachteil, dass diese öfter verwendet werden und Deine Website somit kein Alleinstellungsmerkmal besitzt. Auf das Vertrauen der Website Besucher kann dies einen negativen Eindruck machen, da man nicht unbedingt davon ausgeht, dass die Inhalte der Website ehrlich sind, wenn einem schon die Bilder „vorgegaukelt“ werden.

Herstellerfotos

Berichtest Du über bestimmte Produkte, bieten sich Herstellerfotos natürlich an. Entnimmst Du diese einem Partnerprogramm, dann ist das in der Regel kein Problem. Bei Amazon kann man die Bilder verwenden, sofern diese einmal täglich aktualisiert werden und es sich um Produktbilder von Produkten handelt, bei denen Amazon als Verkäufer auftritt.

Kopierst Du die Bilder, Videos oder andere Inhalte dagegen direkt von der Hersteller-Website, dann solltest Du Dir von der Firma eine schriftliche Erlaubnis holen.

Welche Bilder benutzen WebsiteVorsicht Falle!

Sehr vorsichtig solltest Du dagegen bei diesen Bildquellen sein:

Google Bildersuche

Keinesfalls solltest Du einfach Bilder aus der Google Suche kopieren und auf der eigenen Website verwenden. Damit lädst Du geradezu zur Abmahnung ein. Diese Bilder haben einen Urheber der die Bilder meistens auf seiner Website eingebunden hat. Der Google Crawler hat die Bilder entsprechend von dieser Website indiziert, womit der Rechteigentümer einer Übertragung der Bildrechte nicht zugestimmt hat.

Andere Blogs und Websites

Auch auf anderen Blogs und Websites solltest Du nicht einfach „wildern“ und Bilder übernehmen. Wenn Du diese dennoch nutzen möchtest, solltest Du auf jeden Fall die Erlaubnis des Website-Betreibers einholen.

Keinesfalls solltest Du einfach Bilder aus der Google Suche kopieren und auf der eigenen Website verwenden. Damit lädst Du geradezu zur Abmahnung ein. Diese Bilder haben einen Urheber der die Bilder meistens auf seiner Website eingebunden hat. Der Google Crawler hat die Bilder entsprechend von dieser Website indiziert, womit der Rechteigentümer einer Übertragung der Bildrechte nicht zugestimmt hat.

Keinesfalls solltest Du einfach Bilder aus der Google Suche kopieren und auf der eigenen Website verwenden. Damit lädst Du geradezu zur Abmahnung ein. Diese Bilder haben einen Urheber der die Bilder meistens auf seiner Website eingebunden hat. Der Google Crawler hat die Bilder entsprechend von dieser Website indiziert, womit der Rechteigentümer einer Übertragung der Bildrechte nicht zugestimmt hat.

Flickr und Co.

Zumindest vorsichtig solltest Du bei Bildern von Flickr und anderen Foto-Sharing-Sites sein. Hier solltest Du Dir genau anschauen, unter welcher Lizenz die Bilder veröffentlicht wurden und Dich an diese halten.

Freie Bild-Datenbanken

Recht beliebt sind Online-Datenbanken mit angeblich frei nutzbaren Bildern und Fotos. Leider gibt es dort wohl auch einige Betrüger, die Bilder bzw. Fotos dort einstellen, nur um später dann Abmahnungen an alle zu versenden, die diese Bilder nutzen. Wir kennen z.B. ein paar Fälle, wo es bei der freien Bilder-Datenbank Pixelio so war.

Wie sollte man Bilder benutzen

Als Erklärung für komplizierte Sachverhalte sind Bilder ebenfalls sehr gut geeignet oder Du setzt bewusst einen Kontrapunkt zum Text, um für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Das ist z.B. im Social Web sehr wichtig, wo oft nur das Bild zu sehen ist bzw. wahrgenommen wird. Alternativ kannst Du Bilder z.B. auch als Mood-Bild einsetzen, um eine bestimmte Stimmung zu vermitteln.

Allerdings solltest Du Fotos und Bilder vor dem Einbau in die eigene Website optimieren. Deren Dateigröße sollte so klein wie möglich sein, damit sie schnell laden. Hierfür solltest Du zunächst das Bild auf eine angemessene Größe zuschneiden. Wenn Du keine spezielle Fotosoftware zur Verfügung hast kannst Du hierfür Online Services wie befunky.com oder freeonlinephotoeditor.com nutzen. Eine gute Alternative zum kostenpflichtigen Photoshop bietet die Software Gimp, die Du auf gimp.org kostenlos herunterladen kannst.

Hier kannst Du beim Speichern der Bilder auch Einfluss auf die Qualität und somit auf die Dateigröße nehmen. Achte darauf, dass die Dateigröße so klein wie möglich ist und das Foto trotzdem nicht zu stark an Qualität verliert. Zusätzlich kannst Du auch Open Graph Infos nutzen, um bestimmte Bilder z.B. für Facebook hervorzuheben.

Sehr wichtig sind die grundlegenden SEO-Maßnahmen für Bilder. Der Dateiname sollte das Hauptkeyword enthalten und Du solltest die ‘Title’- und ‘Alt’-Attribute nutzen. Auch die Beschreibung des Bildes kann eine Rolle spielen. Hier solltest Du aber beschreiben, was genau das Bild darstellt, damit Besucher direkt aus der Google Bildersuche auf Deine Website kommen.

Mehr Informationen zur Bilder-Suchmaschinenoptimierung findet ihr in diesem Artikel: tagseoblog.de/bilder-optimieren-fuer-google-bilder-seo-basics-kompakt

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