Was ist kostenloses Web-Hosting und gibt es eine bessere Option für Dich?

Die Erstellung Deiner eigenen Website beinhaltet einige Schritte, denen Du etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken solltest. Einer dieser Schritte besteht darin zu entscheiden, welcher Web-Hosting-Service für Dich der richtige ist. Aber zuerst einmal: Was ist Web-Hosting überhaupt?

Es mag zwar praktisch sein, sich eine Webseite als eine Einheit vorzustellen, sie besteht jedoch aus vielen verschiedenen Dateien, die erst durch eine Zusammenarbeit eine individuelle Webseite darstellen. Anstatt in einer Cloud, werden diese Dateien physisch auf einem Server gespeichert.

Die Nutzungsgebühren für einen Hosting-Service fallen also für das Speichern Deiner Daten auf dem Server des jeweiligen Anbieters an und werden in der Regel monatlich oder jährlich berechnet. Einige Anbieter stellen ihre Dienste hierbei sogar kostenlos zur Verfügung.

Die meisten Hosting-Anbieter besitzen eine große Anzahl an Servern, die auch als Rechenzentren bezeichnet werden. Durch die Verwendung von großen Serverbanken können die Hoster hierbei schnell und effizient arbeiten. Sie zeichnen sich unter anderem durch folgende weitere Merkmale aus:

  • Notfall-Stromressourcen, die die Stabilität des Servers auch bei unvorhergesehenen Problemen wie Stromausfällen oder Stromschwankungen gewährleisten.
  • Hohe Sicherheitsstandards, die sowohl die Rechenzentren als auch die auf ihren Servern gespeicherten Webseiten schützen.
  • Anpassbare Hardware- und Support-Systeme, die einen maßgeschneiderten Ansatz für den Schutz und die Kapazität von Servern ermöglichen.

Mit all diesen Maßnahmen können Hosting-Unternehmen ihre Server (und folglich Deine Webseite) rund um die Uhr online halten.

Was ist der Unterschied zwischen Domain-Name und Web-Hosting?

Diese ganzen Fachbegriffe können schnell verwirren und es kann schwierig sein herauszufinden, was Du für die Erstellung Deiner Website genau benötigst. Das trifft besonders auf den Domain-Namen und das Web-Hosting zu.

Der Unterschied lässt sich am besten veranschaulichen, wenn Du Dir Deine digitalen Inhalte als Haus vorstellst und der Domain-Name ist hierbei die Adresse der Straße, an der das Haus steht. Zu jeder Webseite gehören eine Reihe von Zahlen, die zur Identifizierung dienen. Diese Zahlen beziehen sich direkt auf die IP-Adresse deines Web-Hosting-Service, der die erforderlichen Dateien identifiziert und sie direkt an die Browser-Seite des Benutzers sendet.

Du musst Dir für den Aufruf einer Webseite natürlich keine Zahlen merken, denn die Adresse Deiner Domain wird durch einen Domain-Namen angegeben. Nach Amazon.de zu suchen, ist ja zum Beispiel auch viel leichter, als eine komplizierte Reihe von Zahlen einzugeben, wenn Du online einkaufen möchtest!

Kostenloses Web-Hosting oder kostenpflichtige Dienste: Was ist für mich geeignet?

Wenn Du einen Hosting-Anbieter für Deine Webseite auswählst, ist Dein zur Verfügung stehendes Budget ein wichtiges Kriterium. Wie bereits zuvor erwähnt, existieren auch kostenlose Hosting-Anbieter, die einen budgetschonenden Start ermöglichen, jedoch bestehen hier einige Risiken und Probleme, die berücksichtigt werden sollten.

  1. Während kostenlos natürlich erst einmal positiv klingt, zahlst Du bei kostenpflichtigen Angeboten in erster Linie für einen guten Kundensupport. Je nachdem welche Ansprüche Du in Bezug auf Deine Webseite hast, kann die fachkundige Beratung in Situationen, in denen Deine Webseite nicht erreichbar ist oder Sicherheitslücken bestehen, tatsächlich einen großen Vorteil bieten. Besonders für Anfänger ist ein kostenpflichtiger Hosting-Anbieter daher eine lohnende und empfehlenswerte Investition.
  2. Bei kostenlosen Hosting Angeboten musst Du neben Einschränkungen oftmals auch Werbung auf Deiner Webseite akzeptieren. Obwohl dies auf den ersten Blick vielleicht nicht problematisch erscheinen mag, kann die Platzierung von unerwünschter Werbung Deine Marke bzw. Deine Einnahmen negativ beeinflussen und weniger vertrauenswürdig auf Deine Besucher wirken. So ist beispielsweise ein Modeblog nicht die geeignete Plattform für Web-Hosting-Werbung.
  3. Einschränkungen in der Größe der Datenbanken und Bandbreite müssen bei kostenlosen Web-Hosting-Angeboten darüber hinaus ebenfalls mit einkalkuliert werden. Auch solltest Du unbedingt aufmerksam das Kleingedruckte vor dem Abschluss eines Vertrages lesen, da viele kostenlose Dienste die Anzahl der Seiten einschränken, die Deine Webseite umfassen darf. Auch können Beschränkungen der Bandbreite dazu führen, dass die Besucher Deiner Webseite auf Unterseiten stoßen, die langsam oder manchmal gar nicht geladen werden.

Ein kostenloser Web-Hosting-Service passt häufig gut zu einfachen Projekten, es ist jedoch wichtig, einen Anbieter auszuwählen, der auch in Zukunft den Ansprüchen Deines Projektes gerecht wird. Eine kostenlose Basisversion ist hier also nicht immer die beste Wahl.

Die Wahl des richtigen Web-Hosting-Service für Deine Webseite

Grundsätzlich stehen Dir eine große Anzahl an Hosting-Diensten zur Verfügung. Bevor Du Dich jedoch für einen bestimmten Anbieter entscheidest, solltest Du herausfinden, welche Performance Deine Webseite oder Blog benötigt.

Shared Hosting

Die beliebteste Art des Web-Hosting ist auch gleichzeitig die günstigste Variante. Es ist jedoch häufig die am wenigsten zuverlässigste. Daher ist es wichtig, hier die Kosten gegen den Nutzen abzuwägen, die aufgrund von Performance-Problemen auf Seiten des Anbieters entstehen können.

Wie der Name schon sagt, teilen sich beim Shared Hosting mehrere Webseiten Betreiber die zur Verfügung stehende Technik, d. h. sie befinden sich mit ihren Daten auf demselben Laufwerk, wie die Daten der anderen Nutzer. Die Daten aller Nutzer werden auf demselben Server gespeichert und von derselben CPU (Central Processing Unit) verarbeitet.

Dies ist normalerweise kein Problem, solange eine der gehosteten Webseiten nicht zu häufig aufgerufen wird und hierdurch die Performance der anderen Webseiten auf dem selben Laufwerk negativ beeinträchtigt wird.

Jeder  Nutzer, der Deine Webseite besucht, fordert automatisch Daten des Servers an, die im Browser des Nutzers für den Aufbau der Webseite benötigt werden. In Fällen, in denen eine Webseite unerwartet viele Klicks und Datenverkehr verzeichnet, wird der Hosting-Server ausgelastet und es kann zu Leistungsproblemen kommen, ohne dass Du weißt warum.

Außerdem solltest Du über das Risiko nachdenken, das mit dem Teilen des Speicherplatzes für die Datenbank Deiner Webseite verbunden ist. Trotz Deiner Bemühungen, sichere Software zu verwenden und regelmäßige Updates durchzuführen, können die anderen Nutzer des Hosts Probleme verursachen.

Nicht nur kann eine Unterlassung regelmäßiger Sicherheitsupdates der anderen Nutzer dazu führen, dass Deine eigene Webseite anfällig für Angriffe wird, sondern das Teilen ein und derselben IP-Adresse kann auch für Dich zum Problem werden, wenn andere Beteiligte sich nicht an die Gesetzgebung halten. Du könntest zum Beispiel als Verbreiter von Spam gekennzeichnet werden, ohne zu wissen, dass dies geschieht und aus welchem Grund.

Dedicated Server-Hosting

Wenn Du einen dedizierten bzw. einen zugewiesenen Hosting-Server verwendest, zahlst du möglicherweise etwas mehr, besitzt im Gegenzug jedoch in der Regel ein vielfaches mehr an Kontrolle und Leistungsreserven. Ein direkter Pfad zu dem Server, auf dem die Webseite gehostet wird, bedeutet, dass Du jede Software installieren/entfernen kannst und das Betriebssystem selbst ändern und Konfigurationseinstellungen Deiner Webseite ändern kannst.

Der größte Vorteil eines dedizierten Servers besteht darin, dass er nicht mit den Sicherheits- und Ressourcen-Verwaltungsproblemen eines gemeinsam genutzten Servers konfrontiert ist. Es liegt dann jedoch auch an Dir, regelmäßige Updates zu fahren. Solange Du die Sicherheit und Performance Deiner Webseite im Blick behältst, ist Deine Webseite im Grunde genommen in ihren eigenen vier Wänden sicher.

Darüber hinaus sind alle Ressourcen des Servers für Dich reserviert. Wenn es Leistungsprobleme oder Verzögerungen gibt, findest Du die Ursache des Problems schneller als auf einem gemeinsam genutzten Hosting-Server.

Virtual Private Server

Die Verwendung eines gemeinsam genutzten Hosting-Dienstes und eines dedizierten Servers wird auch als Virtual Private Server (VPS) bezeichnet. Wenn Du Dich für diese Variante des Hosting entscheidest, verfügst Du über einen eigenen Server wie beim dedicated Server-Hosting, jedoch nicht in physischer Hinsicht, sondern rein virtuell.

Genau wie die bereits erwähnten Alternativen, so beinhaltet auch diese Hosting-Alternative einige offensichtliche Vor- und Nachteile für Deine Webseite. Positiv: Zunächst erlaubt Dir VPS die Kontrolle Deiner eigenen Webseite ohne Einschränkungen. Für alle diejenigen, die Kundenanwendungen nutzen wollen, ist dies ein großer Vorteil.

Darüber hinaus verfügen Webseiten, die auf einen VPS gehostet werden, bei anspruchsvolleren Anwendungen oder einem höheren Traffic über eine besser Performance. Obwohl Deine Webseite sich einen Server mit anderen Webseiten teilt, werden auf jedem Server in der Regel weniger Webseiten gehostet und Leistungsreserven vorgehalten.

Negativ: Ein VPS setzt gewisse technische Kenntnisse voraus, sodass diese Hosting-Option keine wirkliche Option für Einsteiger ist. Obwohl häufig ein Supportteam zur Verfügung steht, kann es hilfreich sein, mit einer einfacheren Lösung zu starten und noch einmal über andere Hosting-Optionen nachzudenken, wenn Du mehr Erfahrung auf dem Gebiet der Webseitenerstellung hast.

Fazit

Jetzt, da Du besser verstehst, was Web-Hosting eigentlich ist, kannst Du eine fundierte Entscheidung treffen, welche Art von Hosting-Service für Dich die richtige ist.

Unabhängig davon, ob Du Dich für einen freigegebenen, dedizierten oder virtuellen privaten Server entscheidest, denke daran, dass dies ein wettbewerbsorientierter Markt ist. Lies Dir in Ruhe Ressourcen wie Rezensionen zu den aktuellen Optionen durch und starte Deine Online-Reise richtig!

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