Teil 11: Was ist WordPress?

Teil 11: Was ist WordPress?

Gerade als angehender Blogger oder Webseitenbetreiber mit wenig Erfahrung stellt sich Dir bestimmt die berechtigte Frage, was überhaupt WordPress ist, wozu Du es genau benötigst und wie Du es am besten für Deinen Blog oder Deine Webseite nutzen und installieren kannst.WordPress ist eine Software, mit der Du relativ einfach eine eigene Webseite oder in Deinem Fall einen Blog über den Browser erstellen, anpassen und verwalten kannst.

Was ist WordPress Dashboard

Wozu benötige ich WordPress?

WordPress zeichnet sich vor allem durch seine Benutzerfreundlichkeit aus und ist deshalb auch aus meiner Sicht die erste Wahl.

Besucher Deiner Webseite sehen das so genannte WordPress Front-End in Form Deines gestalteten Blogs, während Du Dich selbst als Administrator im sogenannten Back-End nach erfolgreicher Anmeldung bewegen kannst. Hier erstellst Du auch Deine Beiträge und kannst mit Hilfe sogenannter Plugins ein System ganz nach Deinen Wünschen aufsetzen und z.B. durch mehrere Plugins eine Chatfunktion, einen Kalender, eine Kommentarfunktion oder auch diverse Social-Media-Elemente ergänzen.

Ein weiterer Vorteil von WordPress ist der hohe Bekanntheitsgrad und die weite Verbreitung der Software. Somit kannst Du mit wenig Aufwand gleich mehrere Tutorials zu Deiner spezifischen Frage von anderen Usern frei ins Netz gestellt finden und Dir mit etwas Ausdauer und Geschick jegliches Wissen selbst aneignen.

Die Installation von WordPress

Nachdem ich Dir im letzten Artikel die generelle Bedeutung einer Domain an sich und die Wichtigkeit des richtigen Domainnamens für Deinen Blog bzw. Deiner Webseite erläutert habe, gehen wir heute zum ersten Mal in den praktischen Teil über und beschäftigen uns mit der Installation und Einrichtung von WordPress.

WordPress selber hosten

Wie ich schon zu Anfang dieser Artikelreihe geschrieben habe, spricht einiges dafür, dass Du Deinen Blog mit Hilfe von WordPress selbst auf Deinem Webspace hosten solltest, da nur so die Möglichkeit einer vollständig eigenen Domain und einer individuellen Theme Auswahl gewährleistet ist.

Selbstverständlich könntest Du Dein Theme auch kostenlos bei WordPress hosten, der Nachteil hierbei ist aber, dass Du keine Möglichkeit hast, Deine Internet Adresse (Domain) frei zu wählen, denn der Hostinganbieter wie in unserem Fall WordPress, würde immer für jeden erkennbar in Deiner Domain stehen.

Viele Leser die sich im Internet für Blogs und deren Inhalte interessieren, kennen diese gratis Hosting Domains und es macht für einen professionellen Blog, mit dem Du auch Leser binden möchtest, einfach einen schlechten Eindruck. Auch bei der Performance und der Auswahl der Themes selbst, wird Dir bei Gratisangeboten oft recht stark vorgeschrieben, aus welchen Themes Du wählen darfst, wenn überhaupt viele Themes zu Deiner Verfügung stehen.

Auch der Wechsel von einem Gratisangebot hin zu einem anderen Hoster kann Dich je nach Gratishoster zwischen 30-100 € kosten und im ungünstigen Fall gibst du mehr Geld aus, als Du für ein kostenpflichtiges Paket für über ein Jahr Nutzung bezahlt hättest.

Vorbereitung für die Installation von WordPress

1. Domain in die Datenbank integrieren

Bei der eigenen Installation von WordPress ist es notwendig, dass Du die Installation bei Deinem Hoster vorbereitest, indem Du Deine eigene Domain mit dem späteren Installationsordner verknüpfst.

Dazu gehst Du in der Regel auf die Seite Deines Hosting-Anbieters und loggst Dich mit Deinen Zugangsdaten ein. Unter „Domainverwaltung“ oder einem ähnlichen Menüpunkt klickst Du jetzt bei der gewünschten.

Domain für Deinen Blog auf die Schaltfläche „Bearbeiten“.

Wichtig hierbei ist, dass Du die Domain bereits in einem vorherigen Schritt beim Anbieter registriert hast.

Nun musst Du noch für Deine Domain, die in der Regel standardmäßig im Hauptverzeichnis (/) Deines Serveraccounts gelistet ist, ein Unterverzeichnis mit beliebigem Namen erstellen, z.B. “/aquarium-perfekt.de“.

Solltest Du in der Zukunft einen weiteren Blog planen, kannst Du hier immer vom Hauptverzeichnis ausgehend, beliebig viele Unterverzeichnisse auf der ersten Ebene erstellen.

Nach erfolgreichem Speichern gelangst Du beim Aufruf der Domain jetzt jedes Mal in das Unterverzeichnis, welches derzeit natürlich noch leer ist.

2. Erstellen einer MySQL-Datenbank für die Einrichtung Deines Blogs

Jetzt solltest Du in einem nächsten Schritt noch eine MySQL-Datenbank für den späteren WordPress-Blog einrichten.

Hierzu begibst Du Dich erneut in den Verwaltungsbereich Deines Webhosting Anbieters und wählst in der Regel den Menüpunkt “Datenbank” aus.

Je nach Anbieter gelangst Du durch eine Navigation auf den Menüpunkt “Datenbank”.

Hier klickst Du jetzt auf den Menüpunkt “neue Datenbank erstellen”.

Der Name der Datenbank wird oft automatisch erzeugt und je nach Anbieter wird noch ein Passwort vergeben, oder Du wirst zur Vergabe eines Passwortes vom System aufgefordert.

Was ist WordPress SQL Datenbank

Notiere Dir als Tipp direkt alle Zugangsdaten und Passwörter, die Du bei der Erstellung Deines Blogs benötigst, da wir gleich in einem späteren Schritt die Zugangsdaten für die weitere Einrichtung von WordPress wieder benötigen werden.

3. Aktuelle WordPress Version herunterladen

Um WordPress zu installieren, begibst Du Dich im ersten Schritt zur Website von WordPress, die Du recht schnell über Google finden solltest.

Was ist WordPress WordPress.org

Um WordPress zu installieren, klickst Du hier nun einfach auf den blauen Button und lädst Dir die aktuelle WordPress Version als ZIP-Datei auf Deine Festplatte.

Was ist WordPress herunterladen

4. WordPress entpacken

Als nächstes musst Du die soeben heruntergeladene WordPress-Datei entpacken, da sich diese in Form eines ZIP-Formates befindet.

Hierzu gehst Du einfach in das Verzeichnis, in dem Du die Datei gespeichert hast und klickst mit der rechten Maustaste im erscheinenden Kontextmenü auf “Alle extrahieren” und schon wird in einem neu erstellten Ordner die Software entpackt.

In dem eben entpackten WordPress Ordner findet Du eine .php Datei mit dem Namen „wp-config-sample.php“.

Diese muss jetzt in „wp-config.php“ umbenannt werden.

Du musst also einfach nur das „-sample“ aus dem Dateinamen entfernen.

Danach heißt diese also nur noch „wp-config.php“.

Nun öffnest Du die Datei im Editor und begibst Dich bis zu folgendem Abschnitt:

  • Bei „database_name_here“ muss der Datenbankname Deiner Datenbank eingegeben werden.
  • Bei „username_here“ muss der Name des Datenbank-Nutzers, also Dein Benutzername eingegeben werden.
  • Bei „password_here“ trägst Du jetzt noch das zuvor erstellte oder automatisch generierte Passwort als letzten Schritt ein.

5. FTP Zugang für die WordPress Installation erstellen

Damit Du die WordPress-Datei installieren kannst, musst Du sie in das zuvor erstellte und mit der Domain verknüpfte Verzeichnis kopieren. Hierzu benötigst Du einen Passwort geschützten FTP-Zugang, den Du im Backend Deines Anbieters in der Regel in wenigen Augenblicken einrichten kannst.

Auch hier werden ein Benutzername sowie auch ein Passwort vergeben, welche Du Dir sehr gut aufbewahren solltest.

6. FTP-Programm herunterladen und benutzen

Nachdem Du den Passwort geschützten FTP-Zugang eingerichtet hast, kannst Du Dir ein kostenloses FTP-Programm zum Upload von WordPress in das verknüpfte Domainverzeichnis aus dem Internet herunterladen.

Gib hierzu einfach „FTP-Programm“ in Deine Suchmaschine ein und Du wirst in der Regel mit allen auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigten Programmen etwas anfangen können, da diese alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren.
Drei Dinge musst Du nach dem Öffnen des FTP-Programms zumeist auf der Programmoberfläche eintragen.

Neben dem Server, welcher in den meisten Fällen die eigene Domain ist, musst Du darüber hinaus noch den FTP-Benutzernamen sowie das FTP-Passwort eintragen.
Wenn Du Dir bei einem der Punkte nicht sicher sein solltest, findest Du meist schnelle Hilfe in den Einstellungen Deines Hosting Accounts.

7. WordPress in das Domainverzeichnis laden

Sind alle Daten in die Benutzeroberfläche des FTP-Programms eingegeben, kannst Du jetzt im nächsten Schritt auf “Verbinden” drücken.

Nun kannst Du den gesamten Inhalt des WordPress-Ordners auf den Webspace hochladen, was in der Regel einige Minuten in Anspruch nimmt.

Sind alle Daten kopiert, hast Du erfolgreich alle Vorbereitungen getroffen und wir können im nächsten Schritt mit der eigentlichen WordPress Installation beginnen

Zusammenfassung

Beachtest Du die hier beschriebenen einzelnen Schritte bei der Vorbereitung und dem anschließenden WordPress-Upload, kann nur in seltenen Fällen tatsächlich etwas schiefgehen.

Achte besonders auf die richtige Benennung der Datei im WordPress-Editor und notiere Dir für die Zukunft alle Benutzernamen und Passwörter für eine spätere Verwendung.

Hier noch einmal eine kleine Checkliste der eben durchgeführten Aufgaben.

Am Ende müssen folgende Punkte von Deiner Seite her abgehakt sein:

  • Blog-Domain muss mit WordPress-Ordner auf dem Server verknüpft sein
  • Eine neue Datenbank ist erstellt
  • WordPress-Dateien wurden herunterladen und entpackt
  • Die Zugriffsdaten für die Datenbank wurden im Editor eingetragen und umbenannt
  • Per FTP-Programm hast Du alle WordPress-Dateien in den neu angelegten Ordner auf dem Server hochgeladen

Abschließende Installation von WordPress auf dem Webserver

Als letzten Schritt gibst Du jetzt in Deinen Browser die Adresse Deines Blogs und gelangst hierauf zum Installationsmenü von WordPress. Hier musst Du Dich nur ein paar Minuten durch die WordPress Standardinstallation klicken, was kein größeres Problem darstellen dürfte.

Zu guter letzt kannst Du Dich im WordPress-Admin Bereich mit Deinem Benutzernamen und dem dazugehörigen Passwort anmelden.

Bei meinem Blog aquarium-perfekt.de, gebe ich hierzu einfach folgendes in das Suchfeld des Browsers ein: www.aquarium-perfekt.de/admin und gelange auf die Login Seite von WordPress.

Was ist wordpress login

Nachdem Du jetzt erfolgreich WordPress installiert hast, möchte ich Dir im nächsten Artikel noch einige Grundeinstellungen von WordPress zeigen, damit Du auch einen leichten Einstieg in das Programm erhältst. Im darauffolgenden Artikel widmen wir uns dann der passenden Theme-Auswahl für Deinen Blog.

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