Neue Leser auf Facebook, Twitter und Co. finden und behalten

Neue Leser auf Facebook, Twitter und Co. finden und behalten

Schaust Du Dir die Besucherstatistiken der meisten Blogs und Websites an, so sticht dort meist Google als Traffic-Quelle Nummer 1 heraus. 60%, 70% oder mehr sind keine Seltenheit. Doch wenn Du fast nur von Google Besucher bekommst, ist das nicht ohne Risiko.Welche Risiken lauern und wann es Sinn macht mehr Zeit in das Social Media Marketing zu investieren, erläutert dieser Artikel.

Das Wichtigste im Überblick

  • Gründe, warum es Sinn machen kann mehr Zeit in Social Networks zu investieren
  • Tipps zur Nutzung von Facebook, Twitter und Pinterest.

Nicht nur auf Google setzen

Google bringt bei den meisten Websites den größten Teil der Besucher. Und natürlich freut jeder sich, wenn die eigene Website in Google weiter nach oben klettert und noch mehr Besucher von dort kommen.

Aber man macht sich damit auch sehr stark von Google abhängig, was durchaus problematisch sein kann. Google ändert immer mal wieder seine Algorithmen und straft Websites ab, die gegen bestimmte Richtlinien verstoßen. Oft ohne dass sich die Betreiber der Websites darüber bewusst sind.

Das kann zu einem starken Einbruch der Besucherzahlen führen und dadurch gehen dann meist auch die eigenen Einnahmen zurück.

Aus diesem Grund macht es Sinn neue Traffic-Quellen zu erschließen. Das Social Web bietet hier einige Möglichkeiten.

Neue leser finden facebook twitter automationFacebook nutzen

Facebook.com ist das größte soziale Netzwerk weltweit. Mehr als 1 Milliarde Nutzer sind dort unterwegs, die meisten täglich oder zumindest wöchentlich. Das bedeutet, dass Du dort so gut wie jede Zielgruppe findest und das macht Facebook natürlich auch für thematisch fokussierte Websites und Blogs interessant.

Facebook-Fanpage

Eine Möglichkeit ist es eine eigene Fanpage zu erstellen (oder zumindest ein eigenes Profil), auf der Du regelmäßig Neuigkeiten und interessante Infos rund um die eigene Website bzw. das dort behandelte Thema veröffentlichst.

Dabei ist es aber wichtig nicht nur eigene Inhalte zu teilen. Die 5-3-2 Regel ist ein guter Anhaltspunkt. Von 10 Veröffentlichungen auf Facebook sollten ca. 5 von anderen Nutzern stammen, also Beiträge, die Du teilst. Des Weiteren sollten es 3 eigene Inhalte sein, z.B. News von der eigenen Website und 2 eher persönliche Posts.

Letztere sorgen dafür, dass es nicht wie Werbung aussieht und man eine persönlichere Ebene aufbaut. Das hilft beim Community-Aufbau. Es sollte Dir aber auch klar sein, dass der Aufbau einer größeren Reichweite in Facebook eine Zeit dauert.

Facebook-Gruppen

Eine andere Möglichkeit sind Facebook-Gruppen, die es schon zu fast jedem Thema gibt. Dort treffen sich Menschen mit gleichen Interessen und deshalb findest Du dort auch Deine Leser.

Du solltest aber keinesfalls diese Gruppen zuspammen, indem Du nur für Deinen Blog oder Deine Website wirbst. Stattdessen gilt es sich aktiv zu beteiligen, Kontakte zu knüpfen, zu helfen und bei passender Gelegenheit mal die eigene Site zu erwähnen.

Ist Google+ interessant?

Macht es Sinn auf dem Facebook Konkurrent Google+ aktiv zu werden? Dieser ist bei weitem nicht so beliebt und wird mittlerweile auch von Google selbst etwas vernachlässigt.

Allerdings kann sich Google+ bei einzelnen Branchen durchaus lohnen. Du solltest genau recherchieren, wo die eigene Zielgruppe primär unterwegs ist. Auch Spezial-Netzwerke wie etwa XING können deshalb interessant sein.

Twitter nutzen

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist bei manchen Menschen sehr beliebt. Andere können damit nichts anfangen. Es kommt also sehr auf die Branche an, weshalb Du Dich vorher informieren musst, ob die eigene Zielgruppe etwas mit Twitter anfangen kann.

Wenn ja, solltest Du aktiv werden und selber regelmäßig Tweets veröffentlichen. Das bedeutet auch, dass Du frei nach der 5-3-2 Regel ebenfalls die Tweets anderer Nutzer retweeten solltest.

Du solltest es allerdings nicht übertreiben, da Du schnell wieder Follower verlierst, wenn Du zu viele Nachrichten über Twitter absetzt.

Pinterest

Wenn Du auf Deiner Website oder Deinem Blog viele eigene Bilder veröffentlichst, dann ist Pinterest einen Blick wert. Es handelt sich um ein Social Network primär für das Teilen von Fotos und Bildern.

Damit ist es z.B. ideal für produktbezogene Blogs, wobei man hier aber natürlich das Urheberrecht beachten sollte. Entweder Du holst Dir die Erlaubnis zum Teilen beim Urheber der Bilder ein oder teilst nur die eigenen Bilder.

Pinterest kann sehr viel Traffic bringen, so haben manche Foodblogs mehr Besucher von Pinterest als von Google. Aber auch hier ist es sehr wichtig, dass Du die Bilder anderer Nutzer teilst und nicht nur die Eigenen veröffentlichst.

Neue leser finden facebook teilenAutomatisierung!

Die verschiedenen Social Networks von Hand zu betreuen ist möglich, auf Dauer aber sehr aufwändig. Deshalb bietet es sich an zumindest einzelne Aufgaben zu automatisieren.

Es gibt Arbeiten, die Dich gut automatisieren lassen. Dazu gehört die automatische Veröffentlichung von neuen oder bestehenden Inhalten in mehreren sozialen Netzwerken gleichzeitig.

So kannst Du z.B. neue Blog-Artikel mit Hilfe von WordPress-Plugins automatisch in verschiedenen eigenen Social Network Profilen veröffentlichen. Dies bietet z.B. das kostenlose Plugin ‘Social Media Auto Publish’ an: wordpress.org/plugins/social-media-auto-publish

Aber auch ältere Artikel können automatisch geteilt werden, was Sinn machen kann, um diesen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Das WordPress ‘Plugin Share Old Post LITE’ bietet dies z.B. an: wordpress.org/plugins/wp-share-old-post-lite

Alternativ kannst Du auch ein Online-Tool wie Hootsuite nutzen, um alle Netzwerk-Profile in einer Oberfläche zu verwalten. Das ist keine richtige Automatisierung, aber Du sparst dadurch eine Menge Zeit.

Ansonsten muss dennoch einiges von Hand gemacht werden. Social Media ist Kommunikation mit anderen Menschen und deshalb solltest Du regelmäßig Antworten geben, die Inhalte anderer Nutzer teilen, Fragen stellen usw…

Fazit

Die verschiedenen Social Media Plattformen können einiges an Traffic bringen, auch wenn es selten den Google-Traffic überholen wird. Dennoch kannst Du Dich dadurch ein wenig unabhängiger von Google machen und neue Leser gewinnen.

Allerdings ist es sehr aufwändig, wenn Du es richtig machen willst. Eine komplette Automatisierung ist weder möglich, noch sinnvoll. Facebook und Co. sind vor allem ein Kommunikationsmedium. Deshalb musst Du abwägen, ob es Sinn macht und ob sich der Aufwand lohnt.

Zumindest aber das automatische Teilen neuer Artikel ist kein großer Aufwand und sollte von jedem Blogger genutzt werden.

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