Checkliste für Deine neue Website

Checkliste für Deine neue Website

Eine neue Website zu starten ist heute einfach denn je. Doch mit der Installation des Content Management Systems ist es nicht getan. Es gibt eine Reihe von Vorbereitungen und Einstellungen, die Du durchführen solltest, um möglichst gut mit der neuen Website bei Lesern und bei Google anzukommen.

Denn gerade beim Start sind Probleme und Pannen nicht nur ärgerlich, sondern vergraulen auch noch die wenigen Leser und verhindern gute Rankings in Google.

Checkliste

Im Folgenden findest Du eine Checkliste mit 21 wichtigen Aufgaben, die es beim Start einer neuer Websites zu beachten bzw. zu erledigen gibt.

1. Thema mit Suchvolumen und Verdienstmöglichkeiten gewählt

Wer Du online nicht nur Deinem Hobby frönen, sondern auch Geld damit verdienen willst, solltest Du bei der Wahl des Website-Themas ein wenig recherchieren.

  • Gibt es ausreichend Suchvolumen für die wichtigsten Keywords des gewählten Themas?
  • Wie hat sich das Interesse an diesem Thema in den letzten Monaten und Jahren entwickelt?
  • Kann Ich mit diesem Thema Geld verdienen?

Wenn Du Diese Fragen zur eigenen Zufriedenheit beantworten kannst und das Thema Dich auch persönlich interessiert, dann sind das gute Voraussetzungen für den Erfolg.

2. Passende Domain gesichert

Die Wahl der Domain ist einer der ersten Schritte bei Deiner neuen Website. Dabei gibt es verschiedene Herangehensweisen.

Zum einen kannst Du 1-2 passende Begriffe in die Domain aufnehmen. Dadurch wird sehr schnell klar, worum es auf Deiner Website geht. Alternativ kannst Du aber auch versuchen Deine Marke aufzubauen und einen eher abstrakten Domainnamen wählen.

Im Idealfall kombinierst Du beides. Zudem sollte Deine Domain zwar zum Thema passen, aber auch Raum zur Entwicklung bieten. Und als Top-Level-Domain (die Domainendung) bietet sich meist die des Heimatlandes an, also z.B. „.de“ für Deutschland.

Allerdings solltest Du auch nicht zu lange grübeln. Du muss nicht ewig nach der perfekten Domain suchen. So entscheidend ist diese heute nicht mehr für den Erfolg.

3. Hosting-Anbieter gewählt

Am Anfang solltest Du versuchen eine gute Balance zwischen einer ordentlichen Leistung des Hosters und einem günstigen Preis zu finden.

Viele professionelle Hosting-Anbieter haben Einsteiger-Tarife im Angebot, so dass Du für ein paar Euro im Monat loslegen kannst. CMS wie z.B. WordPress haben keine so hohen Anforderungen, aber auf ein paar Voraussetzungen solltest Du dennoch achten.

Wichtig ist dabei allerdings auch, dass Du an die Zukunft denkst. Ein leichter und möglichst automatischer Tarifwechsel ist wichtig, wenn die Besucherzahlen steigen und mehr Leistung benötigt wird.

4. CMS installiert

Egal für welches Content Management System Du Dich letztendlich entscheidest, Du solltest Dir für die Installation Zeit lassen, besonders wenn es das erste mal ist.

Für die beliebtesten CMS gibt es ausführliche Installationsanleitungen und Tipps im Internet. Du findest auf YouTube auch viele Anleitungs-Videos.

Aber Du kannst dabei auch nicht wirklich etwas falsch machen. Wenn es nicht so funktioniert wie es soll, kannst Du einfach nochmal von vorn anfangen.

Hier macht Übung den Meister und Du lernst auf jeden Fall etwas dazu.

5. Grundeinstellungen im gewählten CMS vorgenommen

Mit der Installation ist es aber nicht getan. Je nach CMS musst Du mehr oder weniger viele Einstellungen vornehmen.

Das können Einstellungen für die Suchmaschinenoptimierung, das Format der URLs oder auch die Kommentar-Möglichkeiten sein.

Dafür solltest Du Dir Zeit lassen und entsprechende Anleitungen und Erklärungen lesen. Gute CMS sind auch größtenteils selbsterklärend, aber gerade für Anfänger sind externe Anleitungen natürlich sehr hilfreich.

Checkliste neue website fertig6. Sinnvolle Plugins installiert

Viele Content Management Systeme kannst Du durch Plugins erweitern und neue Funktionen hinzufügen. Das kann sehr nützlich sein und z.B. bei WordPress gibt es auch ein paar Plugins, die bei neuen Blogs empfohlen werden.

Allerdings solltest Du es auch nicht übertreiben. Jedes Plugin macht das CMS tendenziell ein wenig langsamer und auch die Sicherheit kann durch nicht so gut programmierte Plugins leiden.

Also einfach abwarten, bis Du merkst, an welcher Stelle Du gern noch zusätzliche Möglichkeiten hättest und dann ein passendes und gut gepflegtes Plugin dafür suchen.

Zudem solltest Du hin und wieder mal schauen, ob Du ein eingesetztes Plugin evtl. nicht mehr benötigst.

7. Gutes und passendes Layout eingerichtet

Dem Layout der eigenen Website kommt eine besondere Bedeutung zu. Der Ersteindruck basiert zu großen Teilen auf dem optischen Erscheinungsbild und kaum auf den Inhalten. Das Layout sollte also zum Thema passen und vor allem für neue Besucher angenehm und übersichtlich sein.

Mit den richtigen Farbe, einer passenden Schriftart, einem Logo und anderen Elementen kannst Du neue Leser auf den ersten Blick positiv beeinflussen und auch für eine gute Wiedererkennbarkeit sorgen.

8. Keine technischen Fehler

Bevor Du mit der neuen Website online gehst solltest Du sicherstellen, dass es keine technischen Fehler gibt. Dafür solltest Du HTML-Checks und CSS-Checks durchführen. Diese werden z.B. auf validator.w3.org angeboten.

Aber auch rein optisch solltest Du sicherstellen, dass es keine fehlerhaften Anzeigen, fehlenden Bilder, Schriftprobleme und ähnliches gibt.

9. Auf allen wichtigen Browsern getestet

Zudem ist es wichtig Dir die eigene Website nicht nur im eigenen Lieblings-Browser anzuschauen, sondern auch auf den anderen weit verbreiteten. Dazu gehören Chrome, Firefox, Internet Explorer, Opera und Safari.

Und natürlich solltest Du auch nicht die mobile Ansicht vergessen, da immer mehr Nutzer per Smartphone oder Tablet im Internet unterwegs sind. Google selbst bietet einen Test für die mobile Ansicht an: google.com/webmasters/tools/mobile-friendly

10. Inhaltsideen gesammelt

Bevor Du Deine neue Website online stellst solltest Du natürlich bereits Inhalte haben. Dazu musst Du aber erst einmal Inhaltsideen sammeln.

Meist fallen einem spontan schon einige Artikelideen ein, aber Du solltest zudem mittels Brainstorming, Mindmap, Konkurrenz-Analyse und anderen Methoden weitere Ideen sammeln. Für das spätere Schreiben neuer Artikel gibt es nichts schöneres, als bereits eine umfangreiche Ideensammlung zu haben.

11. Eine Handvoll nützliche Inhalte erstellt

Keinesfalls solltest Du mit einer leeren Website starten. Das finden weder die ersten Leser, noch Google besonders toll.

Deshalb solltest Du mindestens eine Handvoll Artikel bereits geschrieben haben, bevor Du die eigene Website online schaltest. Diese ersten Inhalte sollten zudem wirklich gut sein, da Du zu Beginn um jeden neuen Besucher kämpfen musst.

12. Rechtschreibung und Grammatik geprüft

Sicher müssen die Artikel nicht perfekt sein. Im Gegenteil, wer zu lange an den Artikeln herumbastelt verschenkt wertvolle Zeit.

Dennoch solltest Du auf Rechtschreibung und Grammatik achten und versuchen möglichst wenige Fehler einzubauen. Vor dem Veröffentlichen eines neuen Artikels solltest Du ihn mindestens einmal noch komplett gelesen und korrigiert haben.

13. Homepage für neue Leser gestaltet

Der Startseite, auch Homepage genannt, kommt eine besondere Bedeutung zu. Hier landen vor allem viele neue Leser, sei es direkt oder nachdem sie vorher einen Artikel gelesen haben.

Deshalb sollten die Inhalte der Startseite vor allem auf neue Leser ausgelegt sein. Das heißt, dass Du neben einer kurzen Einführung, worum es im Blog geht, zum Beispiel die beliebtesten Artikel, die letzten Artikel und wichtige Unterseiten verlinken solltest.

Ziel sollte es es immer sein, dass der Leser sofort erkennt worum es geht und es ihm leicht gemacht wird andere Inhalte aufzurufen.

14. Impressum & Datenschutzerklärung erstellt

Nicht vergessen werden sollten die rechtlichen Anforderungen für Websites aller Art. So benötigst Du z.B. in Deutschland für mehr oder weniger jede Website und jeden Blog ein Impressum und eine Datenschutzerklärung.

Gut, dass es hierzu Online-Generatoren gibt, die einem zur Seite stehen. Zum Beispiel für Deutschland:

e-recht24.de/impressum-generator.html

oder

rechtsanwalt-schwenke.de/smmr-buch/datenschutz-muster-generator-fuer-webseiten-blogs-und-social-media

Checkliste neue website einstellungen15. Onpage-Optimierung vorgenommen

SEO hat bei vielen Nutzern keinen guten Ruf. Allerdings sind die grundlegenden Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung wichtig, damit Google die eigene Website optimal erfassen kann.

Gerade der Onpage-Optimierung kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Hierbei geht es um alle Optimierungsmaßnahmen, die Du auf der eigenen Website vornimmst.

Es gibt dazu viele Anleitungen im Internet. Unter anderem diese: hewo-internetmarketing.de/onsite-onpage-optimierung

16. Ladezeiten analysiert

In den letzten Monaten hat Google verstärkt Wert auf kurze Ladezeiten gelegt. So fließt dieser Faktor bei mobilen Websites nun schon mit ins Ranking ein. Aber auch für die Nutzer ist es wichtig, dass die Website schnell lädt. Ansonsten springen viele genervt ab und sorgen so für weniger Traffic und geringere Einnahmen.

Mit Hilfe des Google Service PageSpeed Insights kannst Du die eigene Website analysieren und bekommt Optimierungstipps: developers.google.com/speed/pagespeed/insights

17. Usability analysiert

Die Usability wird oft unterschätzt, da Du diese nicht so einfach mit einem Tool messen kannst. Aber für die Nutzererfahrung auf der eigenen Website ist die Usability sehr wichtig.

Je einfacher eine Website zu benutzen ist, umso besser. Das solltest Du bei wichtigen Elementen wie der Navigation immer bedenken und Dich selbst bremsen, wenn Du mal wieder neue Links einbauen willst.

Aber auch in der Sidebar oder den Artikeln selbst sollte Klarheit und Übersichtlichkeit an oberster Stelle stehen.

18. Analytics installiert

Um zu wissen, wie sich die eigene Website entwickelt, welche Inhalte besonders beliebt sind und wo es ggf. Probleme gibt, ist es wichtig ein Analytics-Tool zu nutzen.

Weit verbreitet ist Google Analytics, da es kostenlos und sehr mächtig ist.

Eine Alternative ist z.B. Piwik, wo Du die Daten auf dem eigenen Server behältst. So oder so solltest Du sicherstellen, dass das Tracking ordnungsgemäß eingebaut ist und Du später die Daten auch wirklich auswertest und nutzt, um die Website zu verbessern.

19. Backup eingerichtet

Kaum etwas ist ärgerlicher, als wenn Du viele Inhalte verfasst und durch technische Probleme oder einen Hackerangriff alle Inhalte verschwunden sind.

Bei einem guten Hoster sollte zwar auch regelmäßig ein Backup gemacht werden, aber es gibt bei vielen CMS hilfreiche Plugins, die dies anbieten. Dabei solltest Du regelmäßig die Dateien selbst, aber auch die Datenbank sichern, so dass Du im Notfall einen relativ aktuellen Stand hast, den Du wieder installieren kannst.

20. Content-Plan für die ersten Wochen und Monate

Viele neue Website-Betreiber und Blogger starten mit viel Engagement, fallen nach den ersten Wochen aber in ein kleines Loch. Damit Du dies vermeidest, solltest Du von Anfang an ein wenig voraus planen. Ein Content-Plan für die nächsten Wochen und Monate kann dabei helfen den Fokus nicht zu verlieren.

Dabei musst Du nicht jeden einzelnen Artikel Monate im Voraus planen, aber wichtige Inhalte oder aufwändige Aktionen kannst und solltest Du längerfristig planen. Hinzu kommt, dass Du Dir auf diese Weise regelmäßig Zeit für neue Inhalte reservieren kannst. Eine gewisse Routine und Durchhaltevermögen ist sehr wichtig für den Online-Erfolg.

21. Monetarisierung begonnen

Es gibt durchaus unterschiedliche Ansichten, wann man damit beginnen sollte erste Einnahmequellen einzubauen.

Auch wenn es vielleicht nicht von Tag 1 an sein muss, so solltest Du dennoch relativ früh beginnen. Auf diese Weise sammelst Du viele wertvolle Erfahrungen und kannst einiges ausprobieren. Dadurch kannst Du im späteren Verlauf die Einnahmen besser optimieren und mehr verdienen.

Auf jeden Fall solltest Du von Beginn an sowohl beim Layout, als auch bei den Inhalten an die spätere Monetarisierung denken.

Keiner ist perfekt

Das sind sehr viele Punkt in dieser Checkliste. Das kann dazu führen, dass manch einer sehr lange damit beschäftigt ist, um alles möglichst optimal vorzubereiten.

Allerdings solltest Du keinesfalls Perfektion anstreben. Diese ist zum einen gar nicht erreichbar und zum anderen verschenkst Du zu viel Zeit.

Stattdessen solltest Du loslegen und Erfahrungen und Feedback sammeln. Die eigenen Pläne überleben sowieso meist nicht den ersten Kontakt mit den Lesern, so dass Du später viele Anpassungen vornehmen wirst.

Du solltest lediglich dafür sorgen, dass Du zum Start große und schwerwiegende Fehler vermeidest.

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